Donnerstag, 3. Juli 2003

Angriffe auf US-Truppen im Irak gehen weiter

  • Wieder 10 Verletzte und zwei Tote

Bei drei Angriffen auf US-Truppen im Zentralirak sind am Donnerstag zehn Soldaten verletzt und mindestens zwei Iraker getötet worden. Der schwerste Angriff ereignete sich nach Angaben eines Armeesprechers in Ramadi westlich von Bagdad, wo sechs US-Soldaten verletzt wurden, als zwei Fahrzeuge mit einem "Sprengsatz" angegriffen wurden. Genauere Angaben machte der Sprecher nicht.

Nach Angaben von Einwohnern schossen Unbekannte von einem Motorrad aus eine Rakete ab. Angesichts der anhaltenden Angriffe auf die Besatzungsstreitkräfte hat US-Administrator Paul Bremer laut einem amerikanischen Zeitungsbericht mehr Truppen an gefordert. Der polnische General und Strategieexperte Stanislaw Koziej hat die USA vor einem "neuen Vietnam" im Irak gewarnt.

Im Zentrum der Hauptstadt Bagdad wurden nach Informationen eines weiteren US-Armeesprechers bei einem Angriff drei Soldaten verletzt. Eine Militärfahrzeug sei von einem Unbekannten vermutlich mit einer Rakete beschossen worden. Ein unbeteiligter Iraker in der Nähe sei bei der Explosion getötet worden. Irakische Augenzeugen sagte dagegen, die US-Soldaten hätten auf ein Auto geschossen und den Fahrer getötet. Laut einem Augenzeugen warf ein Unbekannter eine Granate auf den Armeewagen; daraufhin hätten die Soldaten "in alle Richtungen" geschossen und den Autofahrer getötet. Der US-Sprecher wollte diese Angaben nicht kommentieren.

Im nördlichen Bagdader Stadtteil Kadhimiah wurde eine US-Patrouille von einem Bewaffneten angegriffen, wie die Armee mitteilte. Ein Soldat sei verletzt, der Angreifer getötet worden. Bei dem Zwischenfall wurde demnach auch ein Kind verletzt, das den Angreifer begleitete. Nach einem Bericht der US-Zeitung "Philadelphia Inquirer" hat Bremer um Truppenverstärkungen und um Dutzende zusätzliche zivile Mitarbeiter gebeten. (apa)

3.7.2003 15:11