Mittwoch, 2. Juli 2003

Ein Todesopfer bei Explosion einer Bombe

  • Mutmaßlicher Terrorist starb bei vorzeitiger Detonation

Ein mutmaßlicher Terrorist ist in der Nähe der afghanischen Hauptstadt Kabul von einer Bombe getötet worden, die er offenbar selbst verstecken wollte. Wie die Polizei am Mittwoch weiter mitteilte, trug sich der Vorfall am späten Dienstagabend auf einer Landstraße rund 15 Kilometer östlich von Kabul zu.

Das eigentliche Ziel des offenbar geplanten Anschlags war vorerst nicht bekannt. Am 7. Juni wurden vier in Kabul stationierte Bundeswehrsoldaten von einem Selbstmordattentäter getötet und 29 weitere verwundet.

Der Basar Pul-i-Shakri, an dem die Bombe des mutmaßlichen Selbstmordattentäters offenbar vorzeitig detonierte, befindet sich in der Nähe eines Trainingslagers der afghanischen Armee und des Hauptstützpunktes der internationalen Schutztruppe ISAF, Camp Warehouse.

Anfang Juni waren bei einem Selbstmordanschlag in derselben Straße vier deutsche ISAF-Soldaten und ein Passant getötet worden. 29 weitere Bundeswehrsoldaten wurden bei dem Anschlag auf ihren Bus verletzt. Es war damals das schwerste Attentat auf die Schutztruppe seit Beginn des ISAF-Einsatzes im Dezember 2001.

In den vergangenen Wochen hatten Sicherheitskräfte und US-Truppen mehrere Bomben rund um Kabul gefunden. Eine davon war vor dem Haus des Verteidigungsministers Mohammed Kasim Fahim versteckt.

(apa)

2.7.2003 09:25