Dienstag, 1. Juli 2003

Führer des Stammes von Saddam Hussein erschossen

  • Drei US-Soldaten bei Angriffen im Raum Bagdad getötet
  • Amerikaner greifen im Gegenzug Moschee an: Acht Iraker tot

Befreien und befrieden wollten die Alliierten USA und Großbritannien den Irak, bis dato ist davon jedoch nur wenig zu merken. Während täglich von getöteten Irakern bzw. britischen und US-Soldaten berichtet wird, wurde jetzt auch der Führer des Stammes, dem Ex-Diktator Saddam Hussein angehört, erschossen. Die Täter sind bis dato unbekannt.

Bei dem Überfall auf das Auto von Abdullah Mahmud el Chattab wurde darüber hinaus dessen Sohn verletzt. Den Angaben des örtlichen Gouverneurs Hussein el Dschuburi zufolge ereignete sich die Tat bereits am Sonntag. El Chattab stand dem Stamm Bani el Nasiri vor, dem der frühere irakische Machthaber angehörte. Er war ein enger Vertrauter Saddam Husseins. Der Gouverneur sagte, el Chattab habe viele Feinde gehabt.

Drei US-Soldaten bei Bagdad getötet
Bei drei neuen Angriffen auf US-Soldaten im Großraum Bagdad sind am frühen Dienstagmorgen nach Angaben von Augenzeugen mindestens drei Amerikaner getötet worden. Mehrere Iraker, die mit ihrem Auto vorbei gefahren seien, hätten zum Teil schwere Verletzungen erlitten. Der TV-Sender Al Jazeera zeigte Bilder eines völlig ausgebrannten Fahrzeugs.

Außerdem soll ein US-Transporter laut Al Jazeera im südlichen Stadtteil Al Yussifiyah einen Unfall gehabt haben. Als Soldaten in einem zweiten Fahrzeug zur Hilfe geeilt seien, hätten Unbekannte beide Fahrzeuge beschossen. Ein dritter Angriff ereignete sich nach Angaben des Senders in dem Vorort Abu Ghoreib.

Acht Tote bei US-Angriff auf Moschee
Zuvor hatte es bereits Berichte über einen US-Angriff auf eine Moschee in der westirakischen Unruhestadt Falluja gegeben. Dabei sollen acht Menschen getötet und sechs weitere verletzt worden sein. Die US-Armee hatte in den vergangenen Wochen mehrfach erklärt, ihre Soldaten seien in Falluja aus einer Moschee heraus beschossen worden. (APA/red)

1.7.2003 09:48