Rätsel um mysteriösen Hamburger Jodler gelöst
- Kulturprojekt verglich Bahnlinie mit einem Alpental
- Lautsprecher am Bahnhofsdach, Projekt endet diese Woche
Über einen gelegentlichen Jodler in den Bergen wundert sich wohl niemand, ein ständiges "Drae-hoe, Hodarae" sorgt jedoch in Hamburgs City derzeit für Amüsement und Ärger. Wollte zunächst keiner dafür verantwortlich gewesen sein, klärte sich das mysteriöse Rätsel nun auf: Es handelt sich um ein Kulturprojekt.
Der mysteriöse Jodler trieb seit Tagen in der Hamburger Innenstadt sein Unwesen. Während sich Straßenmusikanten, Elektrogeschäfte und Warenhäuser gegenseitig des lautstarken "Drae-hoe, Hodarae" bezichtigen, zeigen Arbeitnehmer und Beschäftigte langsam Nerven.
"Wir haben das hier den ganzen Tag", sagte die Bäckerin Dorit Kötzing. "Das klingt so, als käme es aus einem Lautsprecher", seufzte ein Taxifahrer. Lediglich ein Straßentrommler kann dem Jodeln etwas abgewinnen: "Das ist immer noch besser als Handys".
Nun klärte sich die ganze Affäre auf, ein Kunstprojekt zeichnet für die Beschallung verantwortlich. "Die Lautsprecher hängen am Dach des Hauptbahnhofs", erklärte Katrin Schmidbauer von der Künstlergruppe Tempolimit. Nach ihren Worten fühlte sich die Gruppe von den Gleisen an eine Art Tal erinnert. Eine von hohen Häusern gesäumte Hauptstrecke der Bahn durchschneidet die Hamburger Innenstadt an dieser Stelle. Im Laufe der Woche werde das Projekt zu Ende gehen, das Teil des so genannten Architektursommers ist, erklärte sie. (APA/red)
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