Militärmaschine nahe Algier stürzte auf Wohngebiet
- Mindestens 12 Tote, Opfer vor allem Anrainer am Boden
- Unglücksursache wird derzeit untersucht

Beim Absturz eines Militärflugzeugs sind am Montag in Algerien zwölf Menschen ums Leben gekommen. Fünf weitere Menschen seien verletzt worden, berichtete die algerische Nachrichtenagentur APS. Unter den Todesopfern seien alle fünf Besatzungsmitglieder sowie mehrere Kinder und Frauen.
Die Transportmaschine vom Typ Herkules C130 war Militärangaben zufolge kurz nach dem Start von der Militärbasis in Boufarik gegen 10.45 Uhr in einen Vorort der Stadt Blida, rund 50 Kilometer südlich der Hauptstadt Algier, gekracht. Die Ursache für den Absturz war zunächst unklar.
Augenzeugen berichteten, kurz nach dem Start hätte ein Triebwerk plötzlich Feuer gefangen, das Flugzeug sei abgesackt. Daraufhin habe die Besatzung offenbar mit einer letzten Kursänderung verhindert, dass die Herkules auf die stark befahrene Autobahn zwischen Blida und Algier stürzt. Stattdessen stürzte die viermotorige Maschine in das Wohngebiet Beni Mered, einen Vorort von Blida.
Augenzeugen zufolge krachte die Herkules in sechs Häuser, darunter in eine Schuhwerkstatt, in der mehrere Angestellte arbeiteten. Ein Teil des Flugzeugrumpfs verkeilte sich zwischen zwei Häusern. Vier Häuser seien vollständig ausgebrannt. Die Rettungsmannschaften suchen in den Trümmern der Häuser nach weiteren Leichen. Die verkohlten Leichen der Besatzungsmitglieder seien inzwischen aus dem Wrack der Maschine geborgen worden, hieß es.
Anfang März waren beim schwersten Flugzeugunglück in der Geschichte Algeriens 102 Menschen ums Leben gekommen. Eine Boeing 737 der Air Algérie hatte beim Start Feuer gefangen und war im Süden des Landes abgestürzt. (APA)
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