Gepäck-Kontrollore bedienen sich: Diebstahlsgefahr auf US-Flughäfen
- Kontrollore in Miami und New York verhaftet
- Nach dem 11. September darf Gepäck nicht versperrt werden
Seit die US-Luftfahrtsicherheitsbehörde vor einem halben Jahr offiziell empfohlen hat, das Fluggepäck nicht abzusperren, damit der Inhalt händisch überprüft werden kann, sind Tausende Beschwerden wegen Beschädigungen oder Diebstahl erhoben worden. Vor Kurzem wurden am Flughafen von Miami zwei Mitarbeiter festgenommen, ihnen wird Diebstahl aus dem Gepäck der Fluggäste vorgeworfen.
Auch am New Yorker John F. Kennedy-Flughafen wurde Passagieren Geld und Schmuck aus dem Koffer gestohlen. Im März war dort ein Kontrollor verhaftet worden, ihm wird vorgeworfen, Fluggäste um Tausende Dollar erleichtert zu haben. Die am vorigen Wochenende am Kennedy-Flughafen entwendeten Diamanten der Rap-Musikerin Lil Kim sind nach Angaben ihres Anwalts am Freitag gefunden worden. Die Juwelen im Wert von 250.000 Dollar waren in der Garderobe von Sicherheitsbeamten am Kennedy-Flughafen aufgetaucht. Die polizeilichen Ermittlungen in dem Fall laufen.
Auf vielen amerikanischen Flughäfen sind die Passagiere nicht anwesend, wenn ihr Gepäck geöffnet und der Inhalt auf mögliche Bomben händisch kontrolliert wird. Die meisten Kontrollore werden dabei selber nicht beaufsichtigt, etwa durch Videokameras, berichtet die "Washington Post".
Zur Verhinderung eines neuen Terroranschlags waren nach dem 11. September 2001 Tausende Sicherheitsbeamte von der US-Luftfahrtbehörde TSA (Transportation Security Administration) eingestellt worden. Die Überprüfung der neuen Kontrollore auf mögliche Vorstrafen ist noch nicht abgeschlossen, räumte die TSA ein. (apa/ red)
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