Rosenkranz ist neue Niederösterreichische FP-Chefin
- 26. Landesparteitag: Bleckmann und Haupt rufen zur Geschlossenheit auf
- Niederösterreichische Landespartei mit 540.000 Schulden
·Blaue Krise
Pröll: "Mit FP kein Staat zu machen"
·FP-Machtkampf
Sonderparteitag? Haider: "nicht klug"
·SCHREIBEN SIE!
POLIT-BOMBE: Pühringer ist nicht Landeshauptmann!
·DISKUSSION
Was sagen Sie zum erstarkten Haider?
·UMFRAGE
Soll Haider wieder FPÖ-Chef werden?
·LESENSWERT!
Haider-Chronik 'bin schon weg' & 'da'!
·FP-Machtkampf
News: 53% glauben an Haider-Sieg
Die FPÖ Niederösterreich ist am Sonntag in Krems zu ihrem 26. ordentlichen Landesparteitag zusammen getreten. Im Mittelpunkt stand die Neubestellung der Gremien. Abg. Barbara Rosenkranz (45) ist zur Landeschefin gewählt worden. Sie erhielt 80,94 Prozent Zustimmung. Die zehnfache Mutter ist die erste Frau an der Spitze einer FPÖ-Landesgruppe.
Die Neo-Landesobfrau hat beim Parteitag auch ihr Stellvertreter-"Wunschteam" durchgebracht. Die vier neuen "Vize" sind demnach die LAbg. Thomas Ram und Gottfried Waldhäusl, der Melker FP-Bezirkschef LAbg.a.D. Leopold Mayerhofer sowie der FP-Obmann von Gerasdorf (Bezirk Wien-Umgebung), Leopold Ruf.
Das beste Ergebnis bei der Stellvertreter-Wahl erzielte Ram mit 92,63 Prozent. Auf Ruf entfielen 90,18, auf Mayerhofer 89,12 und auf Waldhäusl 79,30 Prozent.
"Eine Mutter, die zehn Kinder managt, wird auch die Freiheitlichen in Niederösterreich managen", meint Haupt. Rosenkranz: "Pack ma's."
Rufe nach Geschlossenheit
FPÖ-Generalsekretärin Bleckmann hat beim Parteitag der niederösterreichischen Freiheitlichen am Sonntag in Krems die Delegierten aufgerufen, sich freiheitlicher Werte wie Kameradschaftlichkeit zu besinnen: "Es tut mir weh, wenn wir uns untereinander auseinander setzen". Kritik übte Bleckmann am niederösterreichischen Landeshauptmann Pröll.
Viel wichtiger sei die Auseinandersetzung mit den politischen Mitbewerbern, so Bleckmann. Es gelte, den Österreichern zu zeigen, dass Freiheitliche in der Regierung und auch insbesondere in Niederösterreich wichtig seien. Die jüngsten Aussagen von Pröll bezeichnete die Generalsekretärin als "unerträglich". Die FPÖ sei nicht auf Zurufe von außen angewiesen.
Auch FP-Chef Vizekanzler Herbert Haupt ist am Sonntag beim Parteitag der NÖ Landesgruppe in Krems nicht direkt auf die Obmann-Diskussion bei den Freiheitlichen eingegangen. Unter dem Hinweis "Streit schadet uns", rief er zu "Vernunft und Geschlossenheit" auf.
Pröll-Kritik
Pröll hatte seine Partei in einem "Kurier"-Interview erneut vor drohender Instabilität in der Koalition mit der FPÖ gewarnt. Es gebe klare Signal, dass auf Dauer mit einem Koalitionspartner in diesem Zustand kein Staat zu machen sei, sagte Pröll der Tageszeitung. "Das, was von Landeshauptmann Haider in die FPÖ hineingetragen wird", treffe nicht nur die FPÖ, sondern habe staatspolitische Auswirkungen.
540.000 Euro Schulden
Die NÖ Freiheitlichen werden zu Jahresende 2003 einen Schuldenstand von 540.000 Euro aufweisen. Diesen Ausblick gab Finanzreferent Mauritz beim Parteitag bekannt. Es bestünden jedoch "keine Probleme" mit der Bank, die Last abzubauen. 2002 wurden laut Mauritz 1,473 Mio. Euro zur Schuldentilgung aufgewendet. Die diesbezügliche Summe für das erste Halbjahr 2003 bezifferte der Finanzreferent mit 172.000 Euro.
(apa)
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
