Kärnten mit positiver Arbeitsmarktentwicklung
- Haider: Man kann gegen schwache Konjunktur-Entwicklung steuern
Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt in Kärnten ist laut Landeshauptmann Jörg Haider auf die Initiativen des Landes zurück zu führen. Die Arbeitslosigkeit nahm - gegen den Bundestrend - leicht ab. Haider erklärte am Samstag, dies beweise, dass man sich von der Weltwirtschaft zwar nicht abkoppeln, die schwache Konjunkturentwicklung aber mit Gegensteuern abfedern könne.
Am Montag werde es für die Tourismusbranche eine "aktive Jobbörse" im regionalen Fernsehen geben, kündigte Haider an. Die Unternehmer können beim ORF-Kärnten anrufen und ihre offenen Stellen direkt "anpreisen".
Mit dieser Aktion soll, so Haider in Klagenfurt, der Bedarf der Tourismusbranche möglichst aus dem eigenen Land gedeckt werden. "Bevor wir zusätzliche Saisonniers ins Land holen, sollen erst einmal alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, die wir in Kärnten haben", sagte Haider. Auch für den Lehrstellenbereich soll eine entsprechende TV-Aktion durchgeführt werden.
Die gute Beschäftigungslage in Kärnten ist laut Haider unter anderem auf das massive Bauprogramm des Landes, zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen sowie die Solarenergieförderungsaktion zurückzuführen. Daher sei man neben Oberösterreich auch das einzige Bundesland, das einen Rückgang der Arbeitslosenzahlen zu verzeichnen habe. Die Arbeitslosenquote lag im Juni bei 5,2 Prozent, der Bundesdurchschnitt betrug 5,9 Prozent.
Erfreulich sei auch die Entwicklung am Lehrstellenmarkt, sagte der Landeshauptmann, in Kärnten gebe es wieder mehr offene Lehrstellen als Lehrstellensuchende. Ein Plus von 27,1 Prozent stehe hier einem bundesweiten Minus von 3,7 Prozent gegenüber. Hier habe das Arbeitsmarktservice gute Arbeit geleistet.
(apa)
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