Samstag, 5. Juli 2003

"profil"-Umfrage: Rot-Grün vor Schwarz-Blau

  • SPÖ bei "Sonntagsfrage" mit 38 - 40 % wieder auf Platz 1
  • Große Mehrheit gegen Haiders Wechsel an die FPÖ-Spitze

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, würde die ÖVP-FPÖ-Regierungskoalition derzeit bei Nationalratswahlen keine Mehrheit mehr erhalten: In der seit 1991 vom Meinungsforschungsinstitut ISMA im Auftrag von "profil" kontinuierlich durchgeführten Quartalsumfrage liegt Rot-Grün mit 52 % erstmals seit September vergangenen Jahres wieder knapp vor ÖVP und FPÖ.

Schwarz-Blau kämen demnach zusammen nur noch auf 47 % der Stimmen.

Bei der "Sonntagsfrage", für welche Partei die Befragten bei Nationalratswahlen derzeit stimmen würden, konnte die SPÖ gegenüber der letzten Quartalsumfrage im März leicht um einen Prozentpunkt auf 38 bis 40 % zulegen und würde aktuell die ÖVP als stimmenstärkste Partei überholen. Die Volkspartei verlor 5 Prozentpunkte zulegen und würde zurzeit nur noch von 35 bis 37 % der Österreicher gewählt. Die FPÖ konnte sich auf 10 bis 12 % um 2 Prozentpunkte zulegen. Die Grünen konnten sich um 3 Prozentpunkte auf 12 bis 14 % verbessern.

Befragt zu einem möglichen bundespolitischen Comeback Jörg Haiders, lehnen 75 % der Österreicher einen Wechsel an der FPÖ-Spitze von Herbert Haupt zu Haider ab. Noch deutlicher fiel die Antwort auf die Frage aus, ob Haider Haupt als Vizekanzler ablösen soll: 84 % sprachen sich dagegen aus, nur 10 % dafür.

Für "profil" wurde auch die Meinung zu den Vorwürfen an Finanzminister Karl-Heinz Grasser eingeholt: 65 % der Befragten lehnen derzeit einen Rücktritt Grassers ab, 27 % würden eine Demission des Finanzministers befürworten.

In der Rangliste der Politiker, von denen die Österreicher die beste Meinung haben, fiel Finanzminister Grasser vom ersten auf den sechsten Rang zurück. Den ersten Platz nimmt nun Außenministerin Benita Ferrero-Waldner knapp vor Heinz Fischer und Alexander Van der Bellen ein.

5.7.2003 08:32