Freitag, 4. Juli 2003

Lebensgefährte soll Grazerin ermordet haben

  • Leiche der 40-Jährigen in der Nacht gefunden
  • Leiche der Frau wies multiple Stichverletzungen auf

Mordalarm gab es am Freitag in den frühen Morgenstunden in Graz: Wie die Polizei mitteilte, hatte ein Anrainer die Beamten verständigt, als er die blutüberströmte Leiche einer Frau auf einer Grünfläche zwischen Autoabstellplätzen in Graz-Geidorf entdeckt hatte. Der Tat verdächtigt wird der Lebensgefährte der Frau, der kurz nach der Tat Selbstmord begangen hatte.

Die 40-jährige Frau wies "massive Stichverletzungen" an Hals und Brust auf. Unter dringendem Tatverdacht steht der Lebensgefährte der Ermordeten, der laut Polizei kurz nach der Tat in Kärnten von einer Brücke sprang und starb.

Ein Anrainer, der gegen 4.30 Uhr Schreie gehört hatte, fand die Frau blutüberströmt am Rosenberggürtel auf dem Rasen liegen. Die 40-Jährige soll in dieser Straße in einem Taubstummen-Heim gearbeitet. Der sofort gerufene Notarzt konnte nur mehr ihren Tod feststellen. Auffällig waren die Abwehrverletzungen an ihren Händen.

Im Zusammenhang mit der Bluttat überprüfte die Polizei den Selbstmord, der sich wenige Stunden später in Wolfsberg in Kärnten bei einer Brücke nahe dem Gräberntunnel ereignet hatte. Nach Angaben des Präsidenten des Landesgericht für Strafsachen, Friedrich Kicker, gäbe es Anhaltspunkte, dass der 44-jährigen Selbstmörder und Lebensgefährten der Toten die Bluttat begangen hat.

Freitagmittag wurde von den Kriminalisten die gemeinsame Wohnung des Paares in der steirischen Landeshauptstadt nach einem Abschiedsbrief oder ähnlichen Hinweisen für die Tat durchsucht. (APA)

4.7.2003 08:53