Haupt siegt in FP-Kraftprobe: Haider findet Sonder-Parteitag "nicht klug"
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Der Kampf um die FPÖ-Führung: Herbert Haupt bleibt Chef. Der Vizekanzler und Sozialminister "überlebte" eine weitere - überraschend angesetzte - Sitzung der Parteigranden. Am Freitag bestätigte Jörg Haider: Haupt bleibt Chef. Aber: Es gebe eine Einigung zwischen Haupt und ihm, deren Inhalt Haupt zu gegebener Zeit bekannt geben werde. Einen Sonderpartei zur Klärung der Führungsdebatte hält Haider für "nicht klug". Die ÖVP bleibt unterdessen gelassen: Generalsekretär Reinhold Lopatka geht derzeit nicht von Neuwahlen aus.
In der Samstag-Ausgabe der "Presse" hält Lopatka dazu fest: "Wir haben zu keinem Zeitpunkt in irgendeinem Gremium über Neuwahlen nachgedacht. Wir haben unsere ganze Energie darauf gelenkt, dass die Reformen umgesetzt werden." Jetzt sei jedenfalls "noch nicht die Zeit eines Wahlkampfes", betont der ÖVP-Politiker. "Jetzt ist die Zeit der Reformarbeit. Da darf man sich nicht durch das eine oder andere Umfrageergebnis irritieren lassen."
Haupt: "Nicht über Sonderparteitag gesprochen"
Ein Sonderparteitag war Haupt zufolge nicht Gegenstand der Gespräche am Donnerstag. Diesen hatte Oberösterreichs Landeschef Steinkellner vor Beginn der Besprechung nicht ausgeschlossen. Laut Haupt waren auch Personalfragen kein Thema der Sitzung mit den Landesobleuten.
"Sie wissen ja, dass meine Entscheidung, die Parteiobmannschaft durchzutragen, mitgetragen wird", verwies Haupt auf den Vorstandsbeschluss von Deutschlandsberg. Auch Haider sehe dies so. Heute habe es dazu keine Abstimmung gegeben, versicherte Haupt. Vielmehr sei es bei der Sitzung um die Zukunft der voestalpine, die Harmonisierung des Pensionssystems und den Österreich-Konvent gegangen.
Haupt: "Haider und ich lassen uns von niemandem auseinander bringen"
Das Verhältnis zu Haider sei unverändert wie seit vielen Jahren, sagte Haupt: "Wir werden uns weder von den Medien noch von sonst wem auseinander bringen lassen." Zum Thema Sonderparteitag meinte er, davon sei nur in den Medien die Rede gewesen. Er habe davon nie gesprochen.
Haider: "Haupt entscheidet Obmann-Frage"
Haider sieht keine Notwendigkeit für einen Sonderparteitag, um einen Wechsel an der Spitze der Bundes-FPÖ herbeizuführen. "Einen Sonderparteitag halte ich für nicht klug", sagte er am Freitag am Rande einer Pressekonferenz in Klagenfurt. "Das ist ausschließlich eine Sache zwischen Herbert Haupt und mir."
Für Haider ist damit die Personaldiskussion bei den Freiheitlichen beendet. "Eine Diskussion ist auch deshalb nicht notwendig, weil zwischen uns bereits alles entschieden ist", erklärte der Landeshauptmann gegenüber der APA. "Wir sind uns schon einig." Wie diese Einigung aussieht, darauf wollte Haider allerdings nicht eingehen. Haupt werde dies rechtzeitig bekannt geben. (APA/red)
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