KfV befürchtet für 2003 über 1.000 Verkehrstote
- Rasche Einführung des Punkteführerscheins gefordert
Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) schlägt Alarm: Erstmals seit drei Jahren war im ersten Halbjahr eine Steigerung der Verkehrstoten zu verzeichnen. Seit Jahresbeginn gab es in Österreich ohne Einrechnung der 30-Tage-Frist 409 Verkehrstote - im Vergleichszeitraum 2002 waren auch 409 Menschen tödlich verunglückt, dies aber nach endgültigen Zahlen.
Allein in der vergangenen Woche mussten 31 Menschen auf Österreichs Straßen ihr Leben lassen. Es handelt sich dabei laut KfV um den höchsten Blutzoll seit mehr als eineinhalb Jahren. Setzt sich dieser Trend fort, droht für 2003 laut KfV eine Todesrate jenseits der Tausenderschwelle. Im Vorjahr lag die Bilanz bei 956 Verkehrstoten.
Die Organisation fordert in dem Zusammenhang die rasche Einführung des Punkteführerscheins. Dazu KfV-Direktor Othmar Thann: "Gegen mehrfach auffällige Lenker kann man nicht nur mit immer höheren Strafen und längeren Führerschein-Entzügen gegensteuern."
In Frankreich, England und Deutschland habe sich das System des Punkteführerscheins bereits seit Jahren bewährt, so Thann. Keinesfalls gehe es um die Ahndung geringer Tempoüberschreitungen oder von Parkdelikten. Verfolgt werden sollten nur wirklich gefährliche Delikte, wie zum Beispiel Rasen im Ortsgebiet mit 100 km/h.
(apa)
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