Donnerstag, 26. Juni 2003

Neuer Do&Co: G´riss um die Sitzplätze!

  • Das Restaurant in der Albertina wird Wiens neuer Hot Spot

Am 2. Juli eröffnet Wiens Gastro-King in Österreichs Top-Kunstsammlung sein jüngstes Do&Co-Restaurant. Bereits vor der Eröffnung herrschte enormes G´riss um die 60 Sitzplätze! Außerdem: Wie er trotz Flaute 3 % Plus macht und ab wann es Do&Co-Menüs für zuhause gibt.

Imposanter Andrang in der frisch renovierten "Albertina": Eine Endloswarteschlange wälzt sich vergangenen Sonntag trotz sommerlicher Mittagshitze durchs Hauptportal. In der Eingangshalle splittet sich die Menge schließlich in die Fraktion Munch-Ausstellung ("Der Schrei") - rechter Eingang. Und in die Gruppe Probesitzen im neuen Do&Co - linke Tür, bitte.

Bereits vor der Eröffnung der jüngsten Dependance sind die 60 Sitzplätze bereits alle weg. Der Hausherr selbst findet nur noch einen Stehplatz an der Bar: "Es gibt nur wenige außergewöhnliche Plätze wie diesen hier", gerät Wiens Gastro-King Attila Dogudan dann von null auf hundert ins Schwärmen: "Allein der Wahnsinnsblick von der Terrasse."

Von 9 Uhr Früh bis Mitternacht wird hier vom Frühstück über Snacks bis zum klassischen Do&Co-Menü alles serviert, was man von Österreichs bekanntester Gastro-Edelmarke erwartet. Allein die 2000-m2-Terrasse mit Blick in den Wiener Burggarten im Do&Co Albertina hat beste Chancen, über Nacht zum neuen In-Treff Wiens aufzusteigen.

Umsatzplus trotz Konsumflaute
Der 43-jährige Top-Gastronom bewirtet schon jetzt im Haas-Haus 1.000 Gäste täglich. 30.000 Menschen weltweit werden täglich bei Events oder in einer von 16 Airlines by "Do&Co" verköstigt. Andere Top-Locations, wie sein ehrwürdiger Demel, noch nicht einmal mitgerechnet. In Zeiten des allgemeinen Krachens & Kriselns kann der Österreicher mit türkischen Wurzeln nicht ohne Stolz sogar auf 3 % Plus verweisen: 94,59 Mio. Euro Umsatz im eben abgeschlossenen Geschäftsjahr. Perfektionist Dogudan (persönliche Lieblingsspeise: Mohnweckerl mit Salami & Pfeffergurkerl + Cola light) weiß auch, warum: "Zu uns kommt keiner, nur weil er Hunger hat. Sondern weil ihm fad ist und wir ihn auf allerhöchstem Niveau unterhalten." Und: "In Sparzeiten geben die Menschen höchstens für Top-Qualität noch Geld aus, wenn der Preis angemessen ist. Jetzt macht sich das seit 20 Jahren aufgebaute Vertrauen in unsere Marke bezahlt. 80 % unserer Gäste im Haas-Haus kennen wir mit Namen."

AUA ziert sich noch
Sogar im schwer angeschlagenen Airline-Segment konnte der Mann mit der 100-Stunden-Woche seine Reichweite auf 16 Carrier weltweit ausbauen. Nur die heimische AUA ziert sich noch ein bisserl. Die Übernahme des "Airest"-Cockpits dauert: "Aber ich träum noch immer von Do&Co auf AUA-Fliegern."

Jüngstes Projekt: Do&Co for to go
Das jüngste hochfliegende Projekt, Halbfertigmenüs zum Mitnehmen: Carpaccio mit Extra-Dressing, vorgefertigte Lammkoteletts samt Zutaten und ähnliche Do&Co-Kreationen "for to go". Der Probebetrieb läuft ab September an. Dogudan: "Ich möchte weltweit der ,Cartier' des Essens sein."

Dogudan's Zukunftstraum: Freizeit
Demnächst soll die 1.500-Mitarbeiter-Company mit Sitz in Simmering öfter auch ohne Chef auskommen können: "Damit aus dem 18-h-Tag ein 10-h-Arbeitstag wird. Das muss jetzt rucki-zucki gehen!" Auf Ibiza sitzt derweil Niki Lauda am gemeinsamen Boot mit Hotel-Plänen. Er muss warten. Denn: "Ich arbeite noch immer gern. Ich bin der Einzige, der überall eingeladen ist und dafür auch noch bezahlt wird." Wer den überzeugten Anti-Adabei aber kennt, weiß, dass ihm jede Olive im Salat wichtiger ist als das.

26.6.2003 10:17
GUSTO-Rezeptsammlung