Vertrag mit master-talk für Adonis-Funknetz aufgelöst
- Innenministerium: "Projektmanagement war mangelhaft"
- Strasser rechnet mit bis zu einem Jahr Zeitverzögerung
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Innenministerium tadelt master-talk
Seit sechs Jahren strebt das Innenministerium ein einheitliches digitales Funknetz für alle Blaulichtorganisationen an. Mit dem Aufbau des Funknetzes Adonis wurde im letzten Jahr die Firma master-talk beauftragt. Am Donnerstag löste das Ministerium jedoch den Vertrag, da master-talk "mit wesentlichen Leistungen in Verzug" geraten sei.
Innenminister Strasser rechnet nun mit einer Zeitverzögerung von einem Jahr. Das Vorhaben will er in enger Zusammenarbeit mit anderen Interessenten (beispielsweise Rettungsorganisationen) weiter durchziehen. Die mit master-talk vereinbarte Auflösung des Errichter- und Betreibervertrags sei notwendig geworden, nachdem die Verlässlichkeit des Systems und die Einhaltung des Zeitplans sich als unrealistisch herausgestellt hätten. Als eine von mehreren Varianten werde jetzt eine Neuausschreibung des Projektes geprüft.
Die von master-talk erbrachten Leistungen würden "deutliche technische Mängel" aufweisen, hieß es in einer Stellungnahme des Innenministeriums weiter. Rund ein Jahr nach der Zuschlagserteilung sei die Finanzierung des Projektes nicht sichergestellt. Im Zuge der Projektumsetzung von Adonis habe das Innenministerium wiederholt auf diese Mängel hingewiesen. Leider sei von Seiten master-talks aber keine entsprechende Behebung erfolgt. Das Behördenfunknetz unter der Bezeichnung "Adonis" sollte in einer ersten Stufe schon seit heurigem März in Betrieb sein, der Vollausbau war für 2005 vorgesehen. (apa)
