Dienstag, 24. Juni 2003

Orange will europäischer Mobilfunk-Allianz beitreten

  • Als vierter Anbieter neben T-Mobile, Telefonica und TIM
  • EBITDA soll bis 2005 jährlich um bis zu 17 Prozent steigen

Die France-Telecom-Tochter Orange, in Österreich mit 17,45 Prozent am drittgrößten Mobilfunkanbieter One beteiligt, will als vierter Anbieter der europäischen Mobilfunk-Allianz von T-Mobile, Telefonica Moviles und Telecom Italia Mobile (TIM) beitreten. Die Unternehmen wollen mit der Kooperation künftig einen einheitlichen Service über Landesgrenzen hinweg anbieten und damit Weltmarktführer Vodafone stärker Konkurrenz machen.

Bei einer Strategie-Präsentation in London sagte der seit März amtierende Orange-Chef Solomon Trujillo: "Wir kommen in eine neue Phase der Mobilfunk-Branche, die ein neues Wachstumsmodell erfordert." Dazu zählten auch Kooperationen mit den richtigen Partnern. Europas drittgrößter Mobilfunkanbieter nach Vodafone und T-Mobile mit rund 45 Millionen Kunden hatte bereits erwogen, der Allianz der drei Konkurrenten beizutreten.

Fluggesellschaften als Vorbild
T-Mobile, Telefonica Moviles und Telecom Italia Mobile hatten Anfang April angekündigt, ihren insgesamt etwa 162 Millionen Kunden über die Landesgrenzen hinweg einen einheitlichen Service anbieten zu wollen. Als Vorbild dienen die großen Allianzen international tätiger Fluggesellschaften.

Orange kündigte zudem an, von 2003 bis 2005 solle der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) jährlich um 15 bis 17 Prozent steigen. Zudem sei das Unternehmen im Plan, das angepeilte Umsatzwachstum von fünf Prozent in diesem Jahr zu erreichen und in den nächsten beiden Jahren zu beschleunigen. Der Konzern rechne darüber hinaus mit einer Steigerung des operativen Cash-Flow bis 2005 um jährlich 40 bis 45 Prozent und wolle so rund 14 Mrd. Euro generieren. (apa/red)

24.6.2003 10:47