Donnerstag, 26. Juni 2003

Schüler schlagen übers Internet zurück

  • Im Netz können Zeugnisse für Lehrer abgegeben werden
  • Lehrer mit besonders schlechten Noten werden nicht genannt

Ein Mal den eigenen Lehrer benoten - diesen Traum wird für Schüler auf der Homepage www.1bis5.at wahr! Nach erfolgter Registrierung können die Pädagogen nach persönlichen Kriterien wie Autorität, Gerechtigkeit, Verständnis, Humor, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft sowie nach der Qualität des Unterrichts ("fachkompetent", "interessant", "abwechslungsreich", "gut verständlich" und "spannend") mit Noten von eins bis fünf bewertet werden. Aus diesen Daten wird dann ein Lehrer-Ranking erstellt.

Wer seine Lehrer benoten will, muss zunächst Schule und Namen des Pädagogen bekannt geben. Dann kann anonym in den einzelnen Kategorien bewertet werden - pro User ist allerdings nur ein Zeugnis erlaubt. Dieses darf aber, falls der Lehrer dazu Anlass gibt, abgeändert werden.

Die genaue Statistik ist das ganze Jahr über tagesaktuell abrufbar. Einschränkung: Um den Schülern nicht die Möglichkeit zu geben, unbeliebten Lehrern eins auszuwischen, werden die Namen von Pädagogen mit Gesamtnoten von über 3,5 nicht veröffentlicht. Außerdem können sich alle Lehrer per E-Mail aus der Statistik entfernen lassen.

Insgesamt wurden rund 13.000 Zeugnisse für Lehrer ausgestellt - bewertet wurden dabei rund 5.500 Pädagogen. Insgesamt verteilten mehr als 4.500 Schüler Zensuren. Diese sind übrigens nicht so schnell ausgefallen, wie man es vielleicht erwarten könnte: Nur ein Sechstel kam auf einen schlechteren Notenschnitt als 3,5. (apa/red)

Weitere Informationen:

  • 1bis5-Website

    26.6.2003 14:02