Dienstag, 24. Juni 2003

Wie sicher sind die Online-Shops in Kalifornien wirklich

  • Firmen zur Bekanntgabe von Datendiebstahl gezwungen

Die Verbraucher in Kalifornien werden schon bald erfahren, ob ihr Online-Shop wirklich sicher ist oder ob Hacker und Datendiebe dort ihr Unwesen treiben. Ein am 1. Juli in dem US-Staat in Kraft tretendes Gesetz schreibt vor, dass Online-Firmen ihre Kunden per E-Mail informieren müssen, wenn sie entdecken, dass Hacker in die Rechner eingedrungen sind und möglicherweise Daten wie Kreditkartennummern gestohlen haben. Und dann heißt es wohl: "Wir wurden gehackt und der Hacker hat vermutlich ihre Kreditkartennummer."

Nach Angaben kalifornischer Politiker ist es das erste Gesetz dieser Art in den USA. Es könne zum Vorbild für ein ähnliches Gesetz auf Bundesebene sein. Die demokratische Senatorin Dianne Feinstein will innerhalb eines Monats eine Gesetzesinitiative vorlegen. Bei der derzeitigen Gesetzeslage sei den Verbrauchern oft gar nicht bewusst, dass ihre Daten missbraucht werden könnten, erklärte die Demokratin.

Viele Experten und Verbraucherschützer begrüßen diesen Versuch, gegen Datenmissbrauch und Identitätsdiebstahl vorzugehen. Nach Angaben der US-Post werden jedes Jahr 50.000 Menschen in den USA Opfer eines Identitätsdiebstahls, und das US-Finanzministerium schätzt den Schaden durch gestohlene Kreditkartennummern auf zwei bis drei Milliarden Dollar. (apa/red)

24.6.2003 10:26