Samstag, 28. Juni 2003

Österreichische Lösung für voestalpine "sehr weit"

  • Raiffeisen-OÖ-Chef Scharinger gibt sich optimistisch
  • ÖIAG-Heinzel sieht Magna bei Voest-Verkauf aus dem Rennen

Die Pläne für eine "österreichische Lösung" in der Voest-Frage sind nach den Worten von Raiffeisen Landesbank-OÖ- Generaldirektor Ludwig Scharinger "sehr weit gediehen". Der "Oberösterreichischen Rundschau" sagte er laut Vorausmeldung: "Die ÖIAG muss nur noch zustimmen". Er gehe davon aus, dass die ÖIAG dem Vorschlag für eine österreichische Lösung zustimmen werde.

Dies könnte möglicherweise bereits bei der nächsten Aufsichtsratssitzung am 10. Juli geschehen. Das Wiener Nachrichtenmagazin "Format" hatte berichtet, Scharinger bastle an einem Übernahmeplan für den 34,7-Prozent-Anteil der ÖIAG an der voestalpine. Die Raiffeisen-Landesbank, die bereits knapp 7 Prozent an voestalpine besitzt, würde 9 Prozent "direkt" übernehmen und wolle für die restlichen 25 Prozent ein Konsortium zusammenstellen. (APA)

"profil": Heinzel sieht Magna bei Voest-Verkauf aus dem Rennen
Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, spricht sich Alfred Heinzel, der Aufsichtsratspräsident der ÖIAG, gegen den Wunsch des VoestAlpine-Vorstands aus, die ÖIAG möge noch in diesem Sommer 9% des Voest-Aktienkapitals verkaufen. Bevor nicht entschieden sei, was mit den weiteren 25% des Voest-Aktienkapitals, die sich darüber hinaus noch im Eigentum der ÖIAG befinden, passieren soll, hielte Heinzel einen Verkauf des Neun-Prozent-Pakets für "fahrlässig".

Seit der Änderung der Regierungsvorgabe an die ÖIAG, die am Dienstag der Vorwoche erfolgt ist, "fällt" für Heinzel der Magna-Konzern als Kandidat für eine Übernahme der ÖIAG-Anteile an der Voest aus. Einschränkung: "Allerdings kenne ich den Regierungsauftrags noch nicht im Wortlaut."

Über die vielfach beobachtete und kritisierte angeblich wachsende Tendenz zu einer "Repolitisierung der ÖIAG" meint Heinzel, er könne eine solche nicht erkennen. Das Verhältnis zwischen ÖIAG und Finanzministerium sei "ein ordentliches und korrektes". Sollte Karl-Heinz Grasser aber tatsächlich in Entscheidungsvorgänge der ÖIAG maßgeblich eingreifen wollen, so würde er sich aus dem Aufsichtsrat der Staatsholding verabschieden. "Dann wäre ich als Präsident dieses Gremiums nicht der richtige Mann", so Heinzel zu "profil".

Die komplette Story lesen Sie im neuen "profil"

28.6.2003 21:31