Prodi warnt vor Abrücken von EU-Stabilitätspakt
- Pakt "ist und bleibt ein sehr wertvolles Werkzeug"
- Deutschland will höhere Neuverschuldung riskieren
EU-Kommissionspräsident Prodi hat die Mitgliedstaaten der Europäischen Union davor gewarnt, von den Stabilitätskriterien für den Euro abzurücken. "Der Stabilitäts- und Wachstumspakt hat der EU geholfen, der Inflation zu widerstehen und die Zinsen niedrig zu halten", sagte Prodi.
Der Pakt "ist und bleibt ein sehr wertvolles Werkzeug, das wir intelligent nutzen müssen."
Zwar sei die Wirtschaftslage in vielen europäischen Ländern schwierig, fügte der Chef der Brüsseler EU-Kommission hinzu. Doch teile er "nicht die Ansicht, dass die Regierungen von einer gesunden Basis abrücken sollten, die den Euro unterstützt".
Die deutsche Bundesregierung will für das geplante Vorziehen der Steuerreform eine höhere Neuverschuldung in Kauf nehmen. Damit läuft Deutschland Gefahr, 2004 erneut die EU-Defizitgrenze von drei Prozent zu überschreiten.
(apa)
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