Freitag, 27. Juni 2003

Wiener Linien: Mehr Einnahmen trotz weniger Fahrgäste

  • Rückgang bei den Wochen- und Monatskarten

Im Vorjahr haben die Wiener Linien zwar weniger Fahrgäste befördert, trotzdem wurde das Finanzergebnis verbessert. Das geht aus dem Jahresabschluss der Wiener Stadtwerke hervor. 2002 wurden im Linienverkehr 722,4 Mio. Fahrgäste befördert, 2001 waren es noch 729,5 gewesen. Vor allem weniger Wochen- und Monatskarte wurden verkauft. Die Umsätze im Verkehrsbereich sind hingegen um 8,9 auf 321 Mio. Euro gestiegen - was unter anderem auf Tariferhöhungen zurückgeführt wird.

Der Rückgang der Fahrgäste hängt laut Stadtwerke mit den "wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen", wie etwa der hohen Arbeitslosenquote, zusammen. Während Karten für kürzere Zeitrahmen weniger gefragt waren, gab es jedoch ein Plus bei den Jahreskarten, nämlich um ein Prozent.

Der Stadtwerke-Konzern insgesamt hat das Geschäftsjahr 2002 mit einem Umsatz von 1,598 Mrd. Mio. Euro abgeschlossen. Der konsolidierte Bilanzgewinn liegt bei 14,5 Mio. Euro. Das Ergebnis der ordentlichen Geschäftstätigkeit (EGT) verbesserte sich von minus 60,2 auf minus 50,4 Mio. Euro.

Der Konzern-Umsatzrückgang von 224,3 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr ist laut Aussendung auf die Einführung eines Energiegeschäftsjahres für die Energiebereiche zurückzuführen.

Im Jahr 2002 wurden konzernweit Investitionen in der Größenordnung von rund. 527 Mio. Euro getätigt. Den größten Anteil davon leisteten die Wiener Linien mit dem U-Bahn-Neubau und dem Ankauf von Niederflur-Fahrzeugen. (APA/Red.)

27.6.2003 15:23