BA-CA-Aktie: Der Börsengang des Jahres
- Die Emissionsfrist des Papiers endet am 8. Juli
- Preis pro Aktie wird zwischen 27 und 31 Euro liegen
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Chancen & Risiken der BA-CA-Aktie
·BA-CA-Aktie
Stabile Dividende von 1,02 € für 2003
Zumindest eine positive Überraschung hat die Bank Austria Creditanstalt (BA CA) schon gleich mit dem Startschuss zu ihrem Börsengang geliefert: Der Preis pro Aktie wird zwischen 27 und 31 Euro liegen. Unter Experten sowie aus dem Umfeld des Verkäufers, der krisengebeutelten deutschen Mutter HypoVereinsbank (HVB), war noch kurz zuvor von einer Preisspanne zwischen 29 bis 34 Euro die Rede gewesen. Erst am 8. Juli, dem letzten Tag der Emissionsfrist, wird der Preis für die Aktien endgültig festgelegt.
Manfred Zourek, Fondsmanager im Konzern des Konkurrenten Erste Bank, sieht dieses Preisband als faires Angebot für Anleger: "Bei einem Preis von unter 30 Euro wäre die Bank-Austria-Aktie sicher nicht zu teuer."
Wer die Aktie zum Emissionskurs kaufen will, sollte rasch handeln: Die BA-CA-Emission läuft noch bis 8. Juli, am Tag darauf wird die Bank Austria nach einer Unterbrechung von mehr als zweieinhalb Jahren wieder auf dem Kurszettel der Wiener Börse aufscheinen.
Die Vorgeschichte: 2001 hatte die HVB nach der Übernahme des größten heimischen Instituts den Bank-Austria-Aktionären einen Umtausch ihrer Papiere in HVB-Aktien zum damaligen Kurs von 62 Euro angeboten. Wer sich darauf einließ, sitzt heute auf Verlusten von rund 75 Prozent.
Jetzt werden wieder bis zu 38 Millionen Aktien verkauft, das entspricht einem Anteil von 25 Prozent an der Bank Austria. Es handelt sich somit um den größten europäischen Börsengang des Jahres, der knapp 1,2 Milliarden Euro in die ausgedörrten Kassen der HVB bringen wird.
Erst am 8. Juli, dem letzten Tag der Emissionsfrist, wird der Preis für die Aktien endgültig festgelegt. Ob er am oberen oder unteren Ende der Bandbreite liegt, hängt vor allem davon ab, wie kräftig die Nachfrage internationaler Großinvestoren ist.
BA-CA-Aktie ist billiger als der Buchwert
Ein gewichtiges Argument für den Kauf der BA-CA-Aktie ist die Preisgestaltung. Selbst das obere Preislimit von 31 Euro liegt deutlich unter dem rechnerischen Wert der Aktie. "Das Kurs-Buchwert-Verhältnis der Erste Bank liegt etwa doppelt so hoch", konstatiert Vontobel-Investmentexperte Peter Till. "Auch unsere Analysten haben nach den üblichen Abschlägen für die Kontrollmehrheit des Haupteigentümers HVB einen fairen Wert von mehr als 30 Euro errechnet", bestätigt Walter Rothensteiner, Generaldirektor der RZB.
Insgesamt, so der Grundtenor der Expertenmeinungen, überwiegt die günstige Bewertung gegenüber den Risikofaktoren. Zur Volksaktie wird das Bank-Austria-Papier trotzdem nicht werden. "Die Emission ist eine reine Technokratenangelegenheit der Hochfinanz.
Tatsächlich richtet sich das Angebot nur in Österreich auch an private Anleger, nicht aber im Ausland. Goodies wie ein Treuebonus oder eine bevorzugte Aktienzuteilung an kleine Anleger sind - etwa im Gegensatz zum Telekom-Austria-Börsengang - nicht vorgesehen. Auch für Mitarbeiter gibt es keine günstigeren Konditionen. BA-CA-Chef Samstag: "Alle werden gleich behandelt." Bei einer Überzeichnung werden daher Kleinanleger weniger Aktien bekommen, als sie in ihrer Bankfiliale bestellt haben.
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