Donnerstag, 26. Juni 2003

Euro-Auslandsüberweisungen seit 1. Juli billiger

  • Auslandsüberweisungen dürfen nicht teurer sein als im Inland
  • Verordnung gilt vorerst für Transfers bis zu 12.500 Euro

Eine Auslandsüberweisung in Euro darf ab sofort innerhalb der Europäischen Union (EU) nicht mehr kosten als eine Inlandsüberweisung. Damit werden Euro-Auslandsüberweisungen deutlich billiger. Erhebungen hatten gezeigt, dass ein Geldtransfer von 100 Euro innerhalb der EU bis zu 24 Euro kostet.

Die EU-Kommission sah in den hohen Überweisungskosten ein ernsthaftes Hindernis für den freien Waren- und Dienstleistungsverkehr. Der Grundsatz, gleiche Gebühren für in- wie ausländische Überweisungen zu erheben, gilt zunächst für Transfers bis zu 12.500 Euro zwischen zwei Euro-Konten.

Ab Jänner 2006 bis 50.000 Euro ausgedehnt
Ab sofort gilt die entsprechende EU-Verordnung auch in Österreich vollständig. Bereits seit Juli 2002 dürfen Kartenzahlungen und die Abhebung von Geldautomaten im EU-Ausland nicht teurer sein als im Inland.

Ab Jänner 2006 soll die Regelung auf Überweisungen bis zu 50.000 Euro ausgeweitet werden. Nach der neuen Regelung brauchen Transfers bis zu 12.500 Euro aber künftig nicht mehr angegeben werden. In der Konsequenz sollen die Statistiker die Zeit haben, neue Datenerhebungsmethofen zu entwickeln.

IBAN und BIC vermerken
Die EU-Verordnung gilt für die gesamte Union und nicht nur innerhalb der Eurozone. Um von den günstigeren Gebühren zu profitieren, müssen Kunden auf den Überweisungsformularen die internationale Kontonummer IBAN und die internationale Bankleitzahl BIC des Empfängers vermerken, teilte die EU-Kommission als Initiatorin dieser Preissenkung mit. Kontoinhaber müssten ihre IBAN- und BIC-Codes auf den Bankauszügen finden.
Nach früheren Angaben der Banken soll eine Euro-Überweisung in der EU höchstens drei Geschäftstage dauern. (APA/red)

26.6.2003 15:59