Euro nach Senkung der US-Leitzinsen unter 1,15 US-$
- Experten: Schwache US-Auftragseingänge belasteten Euro
Die 13. Senkung der US-Leitzinsen im heurigen Jahr zeigt Wirkung: Der Euro hat Donnerstag Früh die Kursverluste ausgebaut und ist unter die Marke von 1,15 Dollar gefallen. Vor der Leitzinssenkung der US-Notenbank um 0,25 Punkte auf 1,00 Prozent war der Euro über die Marke von 1,16 Dollar geklettert.
Viele Marktteilnehmer hätten auf einen deutlicheren Zinsschritt spekuliert und vor der Fed-Entscheidung auf einen fallenden Dollar gesetzt. Diese müssten die US-Währung jetzt zurückkaufen, begründeten Experten die Euro-Verluste. Händler rechnen am Donnerstag mit geringen Marktbewegungen und erwarten ein stabiles Euro-Dollar-Verhältnis.
Im frühen Frankfurter Handel kostete ein Euro 1,1482 Dollar und befindet sich damit wieder in dem seit Anfang vergangener Woche eingeschlagenen Abwärtstrend. Am Mittwochnachmittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1551 (1,1565) Dollar festgesetzt.
Nach Einschätzung der HelabaTrust werde die Konsolidierung des Euro am Donnerstag weiter anhalten. Die Bank rechnet mit einem Eurokurs zwischen 1,1480 und 1,1550 Dollar. Die Devisenspezialisten von HSBC Trinkaus & Burkhardt gehen davon aus, dass der Euro am Donnerstag um die Marke von 1,15 Dollar notiert.
Obwohl eine Zinssenkung die Renditendifferenz zwischen Vermögenswerten in den USA und anderen Ländern vergrößere und dies negativ für den US-Dollar sei, sei die Kluft dennoch nicht so groß. Daher würden nun einige Investoren Dollars zurückkaufen, hieß es. (apa)
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