Österreicher sind weiterhin fleißige Müllsammler
"Die Österreicher haben ihren Titel als Sammelmeister auch im vergangenen Jahr wieder souverän verteidigt", erklärte am Mittwoch die ARGEV. Mit einer Pro-Kopf-Sammelmenge von 106 kg Verpackungen allein aus Haushalten würden die heimischen Konsumenten bei den Müllsammlern international an der Spitze liegen.
Mit rund 139.000 Tonnen gesammelten Leichtverpackungen (+5,1 %), 37.500 Tonnen Metallverpackungen (+5,2 %) und 17.000 Tonnen Holzverpackungen (+9 %) weisen diese drei Stoffgruppen 2002 das stärkste Wachstum auf.
Die Gesamtleistung der ARGEV sei mit rund 210.000 Tonnen um über vier Prozent gestiegen. Mehr als 68.000 Haushalte (+6 %) wurden im vergangenen Jahr an die Ab-Haus-Sammlung mit dem Gelben Sack angeschlossen. Mit Jahresende 2002 verfügten damit mehr als 1,15 Millionen Haushalte - das sei mehr als ein Drittel aller österreichischen Haushalte - über diese Entsorgung von Leichtverpackungen ab Haus, so die ARGEV.
Um auch die Mistqualität zu verbessern, hatte die ARGEV 2001 mit Städten und Gemeinden ein Maßnahmenpaket und Prämiensystem vereinbart. Ziel war es, gemeinsam den "Fehlwurfanteil" in der Leichtverpackungssammlung bundesweit auf unter 20 Prozent zu senken. In mehr als zwei Drittel der 100 österreichischen Sammelregionen werde dieses Ziel "mittlerweile erreicht oder sogar deutlich unterschritten", zieht die ARGEV Bilanz.
In knapp einem halben Jahr tritt mit dem Ablagerungsverbot für unbehandelte Abfälle die letzte Stufe der Deponieverordnung in Kraft. Diese Entwicklung werde auch die getrennte Sammlung von Leicht- und Metallverpackungen beeinflussen.
(apa)
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