26.6.2003 11:33

EURO '08: Für Haider gibt es Alternativen zu Klagenfurt

  • St. Veit/Glan zeigt großes Interesse an Austragung von EM
  • Klagenfurter Bürgermeister will Rückbaukosten vom Bund

Für den Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider sind für die "Euro 2008" auch andere Standorte als Klagenfurt möglich. "Es gibt Alternativen", meinte er am Donnerstag zur Diskussion um den Bau eines Stadions für die Fußball-Europameisterschaft 2008. Die rund 20 Kilometer nördlich der Landeshauptstadt liegende Bezirksstadt St. Veit/Glan biete sich als Standort an und zeige "wesentlich mehr Begeisterung" für die Sache als Klagenfurt.

Haider bezieht sich dabei auf ein Gespräch, welches er und Sportreferent Gerhard Dörfler (FPÖ) am Vorabend mit dem St. Veiter Bürgermeister Gerhard Mock (SPÖ) über die Möglichkeit eines EM-tauglichen Stadions in der Herzogsstadt führten. Dabei habe Mock bekräftigt, dass St. Veit/Glan "großes Interesse an der Austragung von EM-Spielen" habe. Ein entsprechendes Grundstück stehe bereits zur Verfügung.

Wenn Klagenfurt die Wichtigkeit einer Fußball-EM nicht erkennen könne, sei St. Veit/Glan gerne bereit einzuspringen, betonte Dörfler. Der Landeshauptmann appellierte einmal mehr an die Vernunft der Klagenfurter Stadtregierung, die Chancen die dieses Projekt für Klagenfurt und ganz Kärnten biete, nicht zu verkennen. Der Stadionneubau sei eine wichtige Sache für die Sportbegeisterten und Jugendlichen in ganz Kärnten.

Ob die Sondersitzung des Klagenfurter Stadtsenates zu den für ein neues Stadion erforderlichen Grundankäufen bereits am Freitag stattfindet, ist noch offen. Derzeit ist Bürgermeister Harald Scheucher (ÖVP) bemüht, vom Bund die Zusage zu erhalten, dass die Aus- und Rückbaukosten für die "Euro 2008" so wie in Innsbruck und Salzburg auch in Klagenfurt übernommen werden. Nur für diesen fall kommt für ihn eine 32.000 Personen fassende Arena in Frage. (apa, red)

26.6.2003 11:33
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