Zahl der Nicht-EU-Ausländer soll 04/05 reduziert werden
- Arbeitsgruppe soll "bis Herbst" neue Regelung entwerfen
- Kein "Eigentor" mehr wie bei "Gentlemen's Agreement"
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Die Anzahl der Nicht-EU-Ausländer soll ab der Saison 2004/05 in der österreichischen T-Mobile Fußball-Bundesliga von sieben auf fünf und ein Jahr später auf vier reduziert werden. Dies ist laut einer Aussendung von Sport-Staatsekretär Karl Schweitzer das Ergebnis einer mehrstündigen Sitzung in Wien, an der am Dienstag Vertreter von Bundesliga, ÖFB, Ministerium und Spielergewerkschaft teilgenommen haben. Zudem sind auch Qualitäts-Kriterien für Spieler aus Nicht-EU-Staaten geplant.
Bei dem Treffen im "Haus des Sports" waren unter anderem Schweitzer, ÖFB-Präsident Friedrich Stickler, die Bundesliga-Vorstände Thomas Kornhoff und Peter Westenthaler, Rapid-Präsident Rudolf Edlinger, Sturm-Boss Hannes Kartnig, Austria-Manager Markus Kraetschmer und Gewerkschaftsvorsitzender Rudolf Novotny anwesend.
Schweitzer mit Gespräch zufrieden
Schweitzer war mit dem Resultat des Gesprächs zufrieden. "Das bedeutet weniger Ausländer, eine höhere Qualität und mehr Spielmöglichkeiten für junge Österreicher. Damit setzen wir den österreichischen Weg fort, unseren T-Mobile-Klubs und dem Nationalteam die erforderlichen Rahmenbedingungen für eine hohe internationale Wettbewerbsfähigkeit zu schaffen", erklärte Schweitzer.
Laut Bundesliga-Pressesprecher Christian Kircher soll nun eine Arbeitsgruppe, deren Zusammensetzung in den kommenden Wochen feststehen dürfte, "bis zum Herbst" eine neue Regelung erarbeiten, die rechtlichen Bestand hat. Derzeit existiert von Seiten der Bundesliga keine Legionärsbeschränkung, allerdings erhält ein Klub der höchsten österreichischen Spielklasse vom Ministerium maximal sieben Arbeitsgenehmigungen für Spieler aus Nicht-EU-Staaten.
Keine "Eigentore" mehr
Eine juristisch wasserdichte Regelung soll auch "Eigentore" wie in der Vergangenheit verhindern. Das vor zwei Jahren eingeführte "Gentlemen's Agreement" auf freiwilliger Basis, wonach auf dem Spielblankett zumindest neun Österreicher von insgesamt 18 Spielern aufscheinen mussten, wurde bereits wenige Monate später vor allem von Sturm Graz nicht mehr eingehalten und im September des Vorjahres aufgehoben.
"Belohnen statt Bestrafen" wurde in der Folge als Devise ausgegeben. Vereine, die viele Österreicher einsetzten, durften sich über finanzielle Zuwendungen aus den TV-Geldern der Bundesliga freuen, was auch noch in der Saison 2003/04 der Fall sein wird. In der abgelaufenen Saison lag der Österreicher-Anteil im Oberhaus bei 57 Prozent.
