Dienstag, 24. Juni 2003

Chaos in Salzburg: Didi Constantini verlässt den Klub

  • Verwirrung: Sportdirektor Benali tritt seinen Job vorerst nicht an
  • Lage in Salzburg nach angeblichem Millionen-Deal unklar

Entwickelt sich hier wieder einmal eine typisch österreichische Fußball-Groteske? Beim SV Salzburg scheint in diesen Tagen das totale Chaos auszubrechen. Am Dienstag einigten sich Didi Constantini und Präsident Rudi Quehenberger auf eine "einvernehmliche Beendigung der Zusammenarbeit". Offensichtlich zog der ehemalige Sportdirektor der Salzburger damit die Konsequenzen aus dem Verwirrspiel rund um den angeblichen Einstieg eines arabischen Investors. Pedro Benali, der auf Wunsch des Scheichs als Sportmanager fungieren sollte, wird sein Amt vorerst nicht antreten. Der Spanier war zuletzt mit umstrittenen Angaben in seinem Lebenslauf in die Schlagzeilen geraten.

Constantini hatte im September des Vorjahres das Amt des Salzburger Sportdirektors übernommen und war zuletzt offiziell als Stellvertreter des Spaniers Pedro Benali sowie als persönlicher Berater von Quehenberger engagiert. In einer Aussendung des Verein hieß es: "Die Aufnahme der operativen Tätigkeit des Herrn Pedro Benali als Sportmanager ist zur endgültigen Klärung offener Detailfragen bis auf weiters zurückgestellt."

Benali, der sich momentan in Saloniki befindet, war zuletzt mit umstrittenen Angaben in seinem Lebenslauf in die Schlagzeilen geraten. Nach Rücksprache mit Scheich Khalid Al Qassimi soll dieser den Mozartstädtern erklärt haben, dass "aus derzeitiger Sicht der bestehende Kooperationsvertrag unberührt" bleibe.

Constantini geht nicht im Bösen, sondern hat mit Quehenberger weiterhin ein gutes Verhältnis. "Zum Fußball gehört auch immer ein Kommen und Gehen." Der 48-jährige Tiroler wünschte seinem bisherigen Verein für die sportliche Zukunft alles Gute, Geld und dass die Mannschaft weiter gewinnt. "Ich bin im Oktober nach Salzburg zum Tabellenletzten gekommen, aus dem ein UEFA-Cup-Starter geworden ist. Es war eine schöne und erfolgreiche Zeit", meinte der frühere ÖFB-Interimsteamchef ohne große Wehmut.
(apa/red)

24.6.2003 16:33