Dienstag, 24. Juni 2003

Löw optimistisch: "Bekomme die notwendige Zeit"

  • Größtes Ziel ist Qualifikation für die Champions League
  • PLUS: Stimmen Sie ab - wie lange kann sich Löw halten?

Man ist es ja nicht mehr anders gewohnt: Eine neue Saison steht vor der Tür, und die Austria ist kaum mehr wieder zu erkennen. Acht neue Spieler wurden bisher verpflichtet, der obligatorische Trainerwechsel ist ebenfalls bereits absolviert. In Favoriten läuft nun also die Ära Joachim Löw an. Keiner weiß, wie lange sich der Deutsche auf dem violetten Schleuderstuhl halten wird, Löw gibt sich jedenfalls optimistisch. Wir wollen Ihre Meinung wissen: Wie lange wird die Ära Löw in Favoriten dauern? Stimmen Sie ab und sehen Sie, was die anderen User denken (Kasten rechts)!

Der 43-jährige Tirol-Meistermacher 2002 ist davon überzeugt, dass er das Gesetz der Serie brechen und längerfristig bei der Austria arbeiten wird: "Ich glaube, dass ich die notwendige Zeit bekomme", meinte "Jogi" nach dem ersten Kennenlernen seiner Neo-Star-Kicker wie Ivica Vastic, Frank Verlaat oder Sean Dundee. Die Ziele liegen für Löw auf der Hand: "Klar, wir wollen den Titel verteidigen und sind auch der große Favorit. Und in der Champions-League-Quali werden wir nichts unversucht lassen, um den großen Traum zu realisieren."

Vorsicht ist aber für Löw auch in der heimischen Punktejagd angebracht, denn der Deutsche hat die österr. Bundesliga auch nach seinem Abgang aus Innsbruck im Sommer 2002 interessiert verfolgt. "Das letzte Austria-Jahr war mit dem Double viel positiver als die Saisonen davor, das Ergebnis hat gestimmt. Der GAK und Salzburg waren aber im Frühjahr besser", warnte Löw vor der Konkurrenz.

Am Freitag beginnt das bis 5. Juli dauernde violette Trainingscamp in Kapfenberg, ab diesem Zeitpunkt werden dann auch die noch im Urlaub weilenden Teamspieler aus dem In- und Ausland die Vorbereitung aufnehmen. Die "Löwschen" Eckpfeiler für den Erfolg heißen "Disziplin, Konstanz, Kommunikation und Harmonie", auf dem Feld will der neue Austria-Feldherr "offensiven und attraktiven Fußball mit Spielkultur und vielen Strafraumszenen" sehen. Als mögliche Spielsysteme nennt der frühere deutsche Bundesliga-Spieler (u.a. SC Freiburg, VfB Stuttgart, Eintracht Frankfurt) das 4-4-2 bzw. 4-3-3.

Wie wichtig und erfolgsversprechend die bei der Austria seit gut einem Jahrzehnt nicht mehr praktizierte Konstanz ist, hat Löw am eigenen Leib in Tirol miterlebt. "Das war eine Mannschaft, die über drei, vier Jahre gewachsen ist und blendend harmoniert hat. Bei der Austria soll jetzt so eine Zeit beginnen", hofft Löw.

(apa/red)

24.6.2003 10:46