Dienstag, 24. Juni 2003

Vier Monate Fahrverbot für F1-Ass Montoya in Frankreich

  • BMW-Fahrer mit 204 km/h geblitzt
  • PLUS: Die Abstimmung - wer wird heuer F1-Weltmeister?

Williams BMW-Star Pablo Montoya darf vier Monate lang nicht Auto fahren. Allerdings gilt das nur in Frankreich. Montoya war am 11. Mai auf der Autobahn A8 in Südfrankreich mit 204 km/h geblitzt worden und wurde nun zudem zu einer Geldstrafe von 1.200 Euro verurteilt. Im Ausland sowie auf allen Formel-1-Kursen der Welt darf Montoya aber weiterhin hinterm Steuer sitzen, es droht ihm auch kein Startverbot beim Grand-Prix von Frankreich am 6. Juli in Magny-Cours.

Nach den überzeugenden Resultaten in den letzten Rennen will BMW-Williams beim Grand Prix von Europa seine erfolgreiche Arbeit endgültig bestätigen. Mit dem Sieg von Montoya in Monaco und dem zweiten Platz von Ralf Schumacher in Kanada hat das deutsch-englische Team aufhorchen lassen. Der Nürburgring stelle an das Chassis allerdings völlig andere Anforderungen als die beiden Rennstrecken in Monte Carlo und Montreal, meint BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen. "Insofern reisen wir zwar mit Zuversicht, aber auch mit großer Spannung zum Nürburgring."

Lange Zeit galt der neue Wagen FW25 wegen zahlreicher Probleme als großer Flop. Zwischen den Firmenzentralen der beiden Partner war es deshalb zu Spannungen gekommen. Vor allem wegen der Mängel in der Aerodynamik stand Williams in der Kritik. "Die Zeitspanne von der Vorstellung bis zu den ersten Erfolgen war zu lang, darüber sind sich in Grove und in München alle einig", sagte Theissen. "In so einer Phase muss sich ein Team bewähren. Es wurde ohne Unterlass weiterentwickelt und getestet, und dieser Einsatz hat ja auch erste Resultate gebracht."

Ob der FW25 mittlerweile auch auf Strecken konkurrenzfähig sei, die maximalen aerodynamischen Abtrieb verlangen, werde sich in den nächsten Rennen zeigen. Grund für den Aufschwung der vergangenen Woche sei, dass die Arbeit im Team immer stärker vernetzt werde.

Schumi schmeißt große Kart-Party
Mit einer großen Party in seinem Kart-Center in Kerpen bedankt sich Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher am Mittwoch bei seinem Ferrari-Team. "Dieses gemeinschaftliche Kart-Fahren veranstalten wir ja nun schon seit einigen Jahren, und es ist immer wieder ein Heiden-Spaß", sagte der 34 Jahre alte Rennfahrer.

(apa/red)

24.6.2003 13:30
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