IOC nimmt Lasutina alle Medaillen von 2002 weg
Die Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees hat am Sonntag auf ihrer Sitzung in Prag der russischen Skilangläuferin Larissa Lasutina, die schon vor den Winterspielen 2002 des Dopings überführt worden war, alle in Salt Lake City gewonnenen Medaillen aberkannt. Das IOC schließt sich damit einer Entscheidung des Ski-Weltverbandes (FIS) an.
Lasutina hatte zunächst die Goldmedaille vom 30-km-Langlauf verloren, nachdem sie positiv auf das Blutdopingmittel Aranesp getestet worden war. Erst Monate später war - offenbar dank in der Zwischenzeit verfeinerter Testmethoden - bekannt geworden, dass die Ex- Weltcupsiegerin schon vor den Spielen zwei positive Tests abgeliefert hatte.
Die FIS annullierte daher alle ihre Ergebnisse seit diesen Fällen und nahm ihr auch zwei Olympia-Silbermedaillen von der Verfolgung bzw. dem 15-km-Bewerb weg. Einsprüche Lasutinas vor dem Obersten Sportgericht (CAS) und dem Schweizer Bundesgericht wurden danach abgewiesen. Weil nun alle juristischen Rechtsmittel ausgeschöpft sind, hat auch das IOC reagiert und die russische Athletin aus allen Ergebnislisten von Salt Lake City gestrichen.
Damit rücken über 5 km Beckie Scott (Kanada) und Katerina Neumannova (Tschechien) als Gewinnerrinnen von Silber und Bronze auf. Zweite und Dritte über 15 km sind jetzt Neumannova und Julia Tschepalowa (Russland). Das russische NOK wurde aufgefordert, die von Lasutina gewonnenen Medaillen umgehend an das IOC zurück zu geben.
Das IOC-Exekutivkomitee hat außerdem die vor vier Jahren ausgesprochene Suspendierung des Nationalen Olympischen Komitees von Afghanistan aufgehoben. Mit der von der Exekutive vorgeschlagenen Aufnahme von Osttimor und der Pazifikinsel Kiribati wird sich die Zahl der NOKs auf 202 erhöhen. Die Anerkennung durch die vom Mittwoch bis Freitag in Prag tagende Vollversammlung ist nur eine Formsache. (APA)
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