Türkei mit Glück zu Platz drei im Confederations-Cup
- Spieler in Gedenken an Foe mit Trauerflor (siehe auch Kasten)
·Tragischer Tod
Coach wollte Foe zuvor austauschen
Die Fußball-Nationalmannschaft der Türkei hat sich beim Confederations Cup in Frankreich den dritten Platz gesichert. Im "kleinen Finale" besiegte der Weltmeisterschafts-Dritte am Samstagabend in St. Etienne Kolumbien knapp mit 2:1 (1:0). Vor dem Spiel wurde eine Trauerminute in Gedenken an den am Donnerstag verstorbenen Kamerun-Spieler Marc-Vivien Foe abgehalten. Sämtliche Spieler trugen als Zeichen der Trauer schwarze Armbinden.
Vor 18.237 Zuschauer brachte Tuncay (2.) das Halbmond-Team früh in Führung, die Hernandez (63.) ausgleichen konnte. Okan Yilmaz (87.) sorgte kurz vor dem Schlusspfiff für den insgesamt glücklichen Siegtreffer der Türken. Denn nach dem Ausgleich waren die Kolumbianer dem Siegestreffer näher gewesen. Die größte Chance vergab nach Pass von Hernandez Aristizabal, der an Torhüter Omer Catkic scheiterte.
Im Stade de France von St. Denis soll am Sonntag beim Endspiel zwischen Titelverteidiger Frankreich und Kamerun "Fußball zelebriert" werden - zu Ehren von Marc-Vivien Foe, der am Donnerstag in Lyon in der 71. Minute des Halbfinales gegen Kolumbien (1:0) bewusstlos zusammengebrochen und knapp eine Stunde später gestorben war.
Trotz dieser Tragödie entschieden sich die Spieler des Afrika-Meisters und ihr deutscher Trainer Winfried Schäfer im Finale anzutreten: "Wir spielen, wir spielen für Marco, der Freund, der uns verlassen hat. Dann werden wir ihn nach Kamerun begleiten und wir Spieler werden ihn beerdigen", erklärte Mannschaftskapitän Rigobert Song. (APA/red)
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