Donnerstag, 26. Juni 2003

Auch Fußball-WM 2006 findet mit 32 Teams statt

  • Antrag Südamerikas zur Aufstockung abgeschmettert
  • Präsident Blatter sorgt für Eklat: "Neuseeland ärmlich"

Die FIFA hat entschieden: Die Fußball-WM 2006 in Deutschland wird wie vorgesehen mit 32 Mannschaften ausgetragen. Der Antrag des südamerikanischen Verbandes CONMEBOL zur Aufstockung auf 36 Teams wurde mit 22 von 24 Stimmen abgeschmettert.

Der südamerikanische Verband CONMEBOL hatte die Aufstockung beantragt, damit Südamerika fünf statt vier WM-Startplätze erhält. Die weiteren Plätze sollten nach Europa (2) und Asien (1) gehen. CONMEBOL wollte so eine Stimmenmehrheit in der FIFA-Exekutive schaffen.

Zudem erklärte die FIFA, dass Südamerikas Starterkontingent von vier auf viereinhalb Plätze erhöht wird, während Ozeanien nur noch einen halben Teilnehmerplatz zur Verfügung gestellt bekommt. Dabei hatte die FIFA erst im Dezember Ozeanien einen vollen Platz zugesichert. Blatter begründete dies auch damit, dass "Neuseeland beim Confederations Cup so ärmlich aufgetreten ist". Die Neuseeländer hatten mit einem Torverhältnis von 1:11 alle drei Spiele verloren. Nach dieser Aussage verließ Ozeaniens Komitee-Mitglied unter Protest die Versammlung.

Wie in Zukunft die halben Plätze für Ozeanien, Südamerika, Asien sowie Nord- und Mittelamerikas (CONCACAF) ausgespielt werden sollen, ist bislang noch unklar. Möglich wäre eine eigene Relegationsrunde aller vier Mannschaften.

(apa/red)

26.6.2003 16:56