Wallner vor Vergabe der Spiele 2010 'sehr optimistisch'
- Salzburg hat hinsichtlich der Wettkampfstätten leichte Vorteile
- PLUS: Alles zu den Kandidaten und dem Verlauf der Abstimmung
·Wahlmodus
118 IOC-Mitglieder stimmen ab
·Olympia 2010
Sieger Vancouver & die 2 Verlierer!
Mehr als eineinhalb Jahre lang hat Leo Wallner in aller Welt die Vorzüge der Salzburger Olympia-Kandidatur herausgestrichen. Am 2. Juli bekommen der Präsident des Österreichischen Olympischen Comites und die Mitarbeiter des Bewerbungskomitees für die Olympischen Winterspiele 2010 das Zeugnis für ihre engagierte Arbeit ausgestellt. "Wir sind sehr optimistisch", erklärte Wallner vor der Wahl durch die IOC-Vollversammlung in Prag. Der Ausgang der Entscheidung zwischen Vancouver, PyeongChang und Salzburg sei freilich schwer vorhersehbar.
Wallner sieht eine Stadt von der Größe Salzburgs (ca. 170.000 Einwohner) als ideale "Host City" für Winterspiele. "Im Sommer kommen oft Großstädte zum Zug, wir fahren auf der Schiene der Überschaubarkeit, wollen den Athleten und Besuchern eine familiäre Atmosphäre bieten", erklärte der ÖOC-Chef. "Wir bieten kompakte, konzentrierte Spiele, die meisten Wettkampfstätten sind schon vorhanden und auf höchstem Niveau erprobt." In dieser Hinsicht hat Salzburg objektiv gesehen Vorteile, denn die Konkurrenten müssen sensible Wettkampfstätten wie Eiskanal (für Bob, Rodeln, Skeleton) und Sprungschanzen bzw. Skipisten (nur PyeongChang) völlig neu bauen.
Der österreichische Kandidat könne noch mit weiteren Stärken punkten, sagte IOC-Mitglied Wallner: So spiele die Komponente Natur, Umwelt, Kultur im IOC eine große Rolle. "Das ist ein klares Plus für Salzburg und Kitzbühel, es wird während der Spiele auch Festspiele geben", merkte der Generaldirektor der Casinos Austria an. Auch bezüglich Sicherheit brauche Österreich ("wir sind das sicherste Land der Welt") keinen Vergleich zu scheuen.
Zahlreich sind die Motive, von denen sich die stimmberechtigten IOC-Mitglieder bei ihrer Wahl leiten lassen könnten, Prognosen sind daher wohl unmöglich. Wallner geht davon aus, dass zehn bis 20 Prozent der maximal 118 Stimmen am Tag der Abstimmung noch frei sein werden. Möglichst viele von ihnen gelte es mit einer perfekten Präsentation zu gewinnen. (apa, red)
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