Mittwoch, 25. Juni 2003

Real Madrid holt für Beckham neuen Trainer: Carlos Queiroz

  • Co-Trainer von Manchester United folgt seinem Star Beckham
  • Portugiese bekommt 2-Jahresvertrag beim spanischen Meister

Der Portugiese Carlos Queiroz übernimmt das Traineramt beim spanischen Fußball-Rekordmeister Real Madrid. Das haben die "Königlichen" am Mittwoch bestätigt. Der 50-Jährige, der zuletzt als Co-Trainer bei Manchester United engagiert war, unterschrieb einen Zweijahresvertrag bei den Madrilenen. Die Entscheidung fiel wohl auch, um Neo-Star David Beckham den Einstieg bei Real zu erleichtern.

Nach Angaben der Sportpresse hatte Manchester zuvor seinen Widerstand gegen einen Wechsel von Queiroz nach Madrid aufgegeben. "Wir hätten ihn gerne behalten", zitierte das Sportblatt "As" ManU-Manager Alex Ferguson. "Aber ich verstehe, dass Queiroz ein Team wie Real trainieren möchte." Nach einem Bericht von "Marca" bot Ferguson seinem Stellvertreter an, in zwei Jahren Chefcoach von ManU zu werden. Dies habe der Portugiese jedoch abgelehnt. Ferguson hatte den Co-Trainer, der noch bis 2005 vertraglich an Manchester gebunden ist, einst als seine "beste Neuverpflichtung" bezeichnet.

Auch Reals neuer Star David Beckham, der Queiroz aus Manchester bestens kennt, sprach in höchsten Tönen von dem Portugiesen. "Er ist einfach genial. Queiroz hat eine eigene Art, und damit hat er sich bei allen Respekt verschafft."

Del Bosque war Präsident zu "altmodisch"
Del Bosque, der von Real trotz des Gewinns des 29. Meistertitels keinen neuen Vertrag erhalten hatte, wies unterdessen den Vorwurf des Vereinspräsidenten Florentino Perez zurück, altmodisch zu sein. "Ich bin absolut modern. Dass ich früher mit Nachwuchsteams auf Hartplätzen gearbeitet habe, bedeutet nicht, dass ich primitiv bin", betonte Del Bosque.

Der Trainer, der mit Real je zwei Mal die Champions League und die Meisterschaft gewonnen hatte, wird nicht in die Nachwuchsarbeit der "Königlichen" zurückkehren, sondern den Klub verlassen. "Ich habe darüber so manche Träne vergossen", räumte er ein. "Ich habe 35 Jahre für Real gearbeitet, und das ist eine lange Zeit." (apa, red)

25.6.2003 16:18