Montag, 23. Juni 2003

Olympia 2010: Salzburg will nach den Sternen greifen

  • Am 2. Juli fällt Entscheidung - Konkurrenz aus Kanada & Korea
  • Hohe Prominenz aus Sport & Politik wird nach Prag reisen

"Wir wollen nicht kleine Brötchen backen, sondern nach den Sternen greifen. Wir haben mit der Bewerbung etwas bewegt". So lautet das Resümee von Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden wenige Tage vor der Vergabe der Olympischen Winterspiele 2010. Am 2. Juli wird das IOC in Prag entscheiden, ob das sportliche Mega-Event in Vancouver, Pyeongchang (Südkorea) oder eben Salzburg stattfinden wird.

Robert Kaspar, der Generalsekretär der Olympiabewerbung, berichtete von einem steigenden weltweiten Interesse an Salzburg. So werde in den nächsten Tagen ein Fernsehbericht über Salzburg in ganz China ausgestrahlt. Die Kosten für die Bewerbung, die rund eineinhalb Jahre gedauert hat, bezifferte Kaspar mit 8,21 Millionen Euro. Das sei mit Abstand die billigste der drei Bewerbungen.

Zur Delegation, die nach Prag reist, gehören unter anderem die Olympiasieger Hermann Maier, Annemarie Moser-Pröll, Toni Sailer, Thomas Stangassinger, Franz Klammer, Georg Hackl und Trixi Schuba. Die Riege der Politiker führen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, Landeshauptmann Franz Schausberger und Bürgermeister Heinz Schaden an.

Die Entscheidung am 2. Juli wird für die Salzburger Bevölkerung direkt auf eine Großleinwand auf dem Kapitelplatz in der Altstadt übertragen. Die Veranstaltung beginnt um 14.00 Uhr, als Stargast wird Christl aus Starmania erwartet. "Das ist noch nicht die Feier. Sollte Salzburg den Zuschlag erhalten, gibt es am 3. Juli auf dem Kapitelplatz ein großes Fest", so Schaden.

(apa/red)

23.6.2003 12:43