US-Demokraten untersuchen die Arbeit der Spione
- Vorwurf der Manipulation im Irak-Krieg ist nicht vom Tisch
Die Demokraten in den USA - seit dem Wahlsieg George W. Bushs bislang völlig passiv - regen sich. Die Abgeordneten im Streitkräfte-Ausschuss wollen nun selbst nachforschen, warum sie vor dem Irak-Krieg mit fehlerhaften Geheimdienst-Informationen versorgt wurden.
Dabei geht es vor allem um die irakischen Massenvernichtungswaffen, die bisher nicht gefunden wurden, und die "vermuteten" Beziehungen des Irak zur Terrororganisation El Kaida.
Die Ankündigung von Senator Carl Levin steht schon stark unter dem Eindruck der Wahlen in den USA im kommenden Jahr. Die Demokraten haben sich in beiden Häusern des Kongresses für weitergehende Untersuchzungen eingesetzt. Doch auch damit können sie nur schwer vernebeln, dass sie sich auch recht willig von den durchsichtigen Manipulationen in die falsche Richtung führen ließen. Die Lücken in den so genannten "Beweisen" wurden von zahlreichen Bush-Gegnern aufgezeigt, doch die Demokraten wagten es nicht, sich der patriotischen Welle in den Weg zu stellen.
Die Republikaner hatten eine Untersuchung abgelehnt, weil die strittigen Fragen derzeit von den Geheimdienst-Ausschüssen von Senat und Repräsentantenhaus untersucht werden, deren Berichte man abwarten will.
(apa, red)
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