USA: Alte Atombomben-Bauteile im Irak gefunden
- Aber: Deutliche Zweifel an Existenz von Biowaffen-Labors
- "NYT": Bushs und Powells Erklärungen zu Waffen "voreilig"
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Der US-Geheimdienst CIA wurde nun doch fündig, es scheint klar zu sein, dass der Irak an der Entwicklung von Atomwaffen gearbeitet hat. Ein "kleines" Manko hat der neue US-Beweis jedoch: Die Teile waren seit zwölf Jahren in einem Garten vergraben und halten wohl kaum als Begründung für den heurigen Krieg gegen den Irak her. Deutliche Zweifel an den Darstellungen der Bush-Administration vermehren sich nun auch in den USA.
Der US-Geheimdienst CIA hat im Irak ein Bauteil für die Entwicklung von Atombomben gefunden, das allerdings bereits seit zwölf Jahren versteckt worden war. Die Zentrifuge wurde von einem irakischen Wissenschaftler übergeben, der sie auf Befehl des entmachteten Regimes 1991 in seinem Garten vergraben hatte. Unterdessen wurde am Donnerstag bekannt, dass das US-Außenamt Zweifel an der CIA-Einschätzung hat, dass es sich bei den im Irak gefundenen zwei Lastwagenanhängern um mobile Biowaffenlabors handelt.
Nach Angaben des Nachrichtensenders CNN betonten US-Militärs, es handle sich bei dem Fund im Garten nicht um den schlagenden Beweis für einen Verstoß des Irak gegen die UN-Auflagen. Die Zentrifuge unterstreiche aber, dass der Irak vor über einem Jahrzehnt an der Entwicklung einer Atombombe gearbeitet hatte und dieses Programm vor den UNO-Waffeninspektoren geheim hielt. Beobachter erklärten, für den Bau einer Atombombe hätte der Irak mindestens drei Jahre gebraucht.
Zweifel an Darstellungen Bushs und Powells
Die "New York Times" berichtete am Donnerstag, die Geheimdienstabteilung des Außenministeriums halte die Erklärung des CIA für "voreilig", bei den zwei verdächtigen Anhängern im Irak handle es sich um Biowaffenlabors. Sie habe dies Außenminister Colin Powell in einem Memorandum mitgeteilt. Präsident George W. Bush hatte die beiden Anhänger mehrfach als Beweis zitiert, dass der Irak Chemie- und Biowaffen hatte. In Interviews erklärte er sogar, die USA hätten die Massenvernichtungswaffen nun gefunden. (APA/red)
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