Mittwoch, 25. Juni 2003

Angriffe nehmen kein Ende: US-Soldat in Bagdad getötet

  • Bombe aus fahrendem Auto auf Militärfahrzeug geworfen
  • Aufgebrachte Iraker lynchen sechs britische Soldaten!

Der gewaltsame Widerstand gegen die alliierten Truppen im Irak hat am Donnerstag erneut einen US-Soldaten das Leben gekostet. Ein amerikanisches Militärfahrzeug wurde nach Angaben von Soldaten in der Nähe des Flughafens im Westen Bagdads angegriffen. Offenbar sei auf der Straße ein Sprengsatz zur Explosion gebracht worden. Ein weiterer Soldat sei verletzt worden.

Der arabische Fernsehsender El Jazeera meldete unterdessen, er habe ein Bekennerschreiben zu den jüngsten Angriffen auf US-Soldaten erhalten. Demnach habe ein eine irakische Gruppe namens "Mujaheddin der siegreichen Religionsgemeinschaft" erklärt, sie habe mehrere Anschläge verübt. Zugleich wurden weitere Angriffe angekündigt. El Jazeera strahlte außerdem ein Video aus, das die Gruppe ebenfalls eingesandt haben soll. Die Bilder zeigen nach Angaben des Nachrichtensprechers einen Angriff der Extremisten auf amerikanische Militärfahrzeuge. In dem Bericht hieß es, zwei US-Soldaten seien getötet worden.

Dem US-Verteidigungsministerium war der Bericht nach Auskunft eines Sprechers nicht bekannt. Bisher hatte das Pentagon stets die Ansicht vertreten, bei den Angriffen handle es sich nicht um einen organisierten Widerstand gegen die Besatzungstruppen. Seit Wochen sind Angriffe auf die US-Armee im Irak fast an der Tagesordnung. Am Dienstag wurden auch sechs britische Soldaten bei einem Angriff im Südirak getötet. Seit dem offiziellen Ende der Kampfhandlungen am 1. Mai wurden mindestens 19 Amerikaner bei Anschlägen getötet. (apa/red)

25.6.2003 10:17