Montag, 23. Juni 2003

Indonesische Ärzte entfernen Skelett eines Fötus aus Mutterleib

  • Frau klagte jahrelang über Magen-Schmerzen

Offenbar jahrelang lebte eine Indonesierin mit dem Skelett ihres verstorbenen Fötus' im Bauch. Nachdem die Frau über permanente Schwerzen geklagt hatte, wurde sie untersucht. Den Ärzten der indonesischen Marine fiel dabei das kleine Gerippe auf. Die Mutter berichtete, sie sei 1995 schwanger gewesen. Als sich jedoch Probleme einstellten, ging sie aus Angst nicht zu Arzt.

Indonesische Ärzte haben nach eigenen Angaben bei einer Operation das Skelett eines Fötus entdeckt, der möglicherweise jahrelang im Bauch seiner Mutter festsaß. Die Frau sei wegen heftiger Magenschmerzen zu den Ärzten gegangen, die mit einem Schiff die Molukken besuchten, teilte ein Marinesprecher am Montag mit.

Sie habe erzählt, sie sei 1995 schwanger gewesen, aus Angst vor den Kosten aber nicht zum Arzt gegangen, als das Baby nicht kam. Indonesien ist eines der Länder mit der höchsten Kindersterblichkeit in Asien. In vielen Regionen gibt es weder ausgebildete Hebammen noch eine ausreichende notärztliche Versorgung. (apa)

23.6.2003 10:50