EADS-Manager weist Eurofighter-Vorwürfe zurück
- Österreich-Deal ist Modell für künftige Flieger-Exporte
- Aloysius Rauen bestreitet besondere Magna-Nähe
·'Nie Bestbieter'
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Verärgert und verwundert zeigt sich Aloysius Rauen, Chef der Sparte Militärflugzeugsparte beim Eurofighter-Anbieter EADS, über die Vorwürfe in Österreich im Zusammenhang mit dem geplanten Abfangjäger-Ankauf. "Ungeheuerlich, was da an Dingen in die Welt gesetzt wird".
Der Deal mit Österreich werde sehr genau beobachtet, da könne sich auch EADS keine Unregelmäßigkeiten leisten, betonte Rauen am Rande der Flugshow "Air Power 03" in Zeltweg. Besondere Bedeutung habe der Deal zudem, weil Österreich der erste Exportkunde für den Eurofighter sei.
Nicht festlegen wollte er sich vor dem für Montag fixierten Gespräch zwischen Vertretern der EADS und des Verteidigungsministeriums über die weitere Vorgangsweise, nachdem die Vertragsunterzeichnung wegen des Abstimmungs-Chaos im Bundesrat noch nicht fixiert werden konnte. Probleme mit der Abwicklung des Deals würde es bei einer Verzögerung nur um wenige Wochen nicht geben, hieß es aus der EADS.
"Jeder Millimeter, den wir hier machen, wird kritisch beäugt", so Rauen zur öffentlichen Aufmerksamkeit, die dem österreichischen Eurofighter-Deal entgegen gebracht wird. Und dies nicht nur in Österreich selbst, sondern auch im Ausland.
Heikler Muster-Deal
Immerhin sei Österreich als erstes Exportland auch ein Referenzkunde für mögliche spätere Abnehmer des Jets. "Wo hätten wir ein größeres Interesse, ein perfekt gutes Geschäft zu machen, als in Österreich", so der Rüstungsmanager.
Keine Magna-Nähe
Rauen wies auch Darstellungen zurück, dass ein besonderes Naheverhältnis zum Magna-Konzern bestehe und auf diesem Weg Druck zu Gunsten seines Produkts gemacht worden sei.
Dass er mit Finanzminister Grasser zusammengetroffen sei, bestätigte Rauen. "Natürlich", meinte er, das sei "das Normalste der Welt".
(apa, red)
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