"profil": Neuer Marketing-Auftrag des Grasser-Ministeriums vor Abschluss
- Für 54 Prozent ist Grassers Verhalten unkorrekt
·"Unkorrekt!"
54% nicht zufrieden mit Grasser
·"Nur" 10 Mio. €
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Grasser lobt sich: 'Vorbildlich, korrekt'
Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montg erscheinenden Ausgabe berichtet, soll es nun doch einen neuen Marketinauftrag des Finanzministeriums geben, demzufolge "über die Notwendigkeit der von der Regierung getroffenen maßnahmen informiert werden soll". Auch der "Auftragsgeber" - also Finanzminister Karl-Heinz-Grasser - soll laut Ausschreibung bei seinen "Kommunikationsaktivitäten" beratend begleitet werden.
Ausgeschrieben wurde der Auftrag am 31. März 2003, die zuständige Vergabekommission entschied sich am 2. Juni für die Agentur Dr. Hochegger Kommunikationsberatung, die schon Grassers KMU-Kampagne durchgeführt hatte. Dies wurde am selben Tag den nicht zum Zug gekommenen Mitbewerbern in einem Brief des Anwaltbüros Dr. Lessiak, dem Rechtsberater des Finanzministeriums, mitgeteilt.
Der finanzielle Umfang der neuen Kampagne beträgt 2,2 Millionen Euro bis 2007.
Versprochen ... gebrochen?
Der Finanzminister hatte am 12. Juni auf die Dringliche Anfrage der SPÖ, ob es auch im heurigen Budgetjahr wieder eine vom Finanzministerium in Auftrag gegebene Werbekampagne geben werde, geantwortet: "Ich möchte betonen, es werden durch das BMF keine Werbekampagnen in Auftrag gegeben."
"Information, nicht Werbung"
Grasser-Sprecher Winlkler argumentierte gegenüber "profil", es handle sich um eine Informations- und Kommunikationskampagne und keine Werbekampagne. Außerdem sei die endgültige Zuschlagerteilung noch nicht erfolgt.
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