Weitere Pensionsreform für Wifo bald notwendig
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Wenn die Bundesregierung wirklich eine Pensionssicherungsreform wolle, müsse ein nächster Reformschritt bald folgen und die Harmonisierung angegangen werden, sagte Sozialexperte Alois Guger vom Wirtschaftsforschungsinstitutes (Wifo) am Freitag. Arbeiterkammer-Präsident Tumpel hält die Anhebung des Pensionsalters indes weiter "für sozial- und arbeitsmarktpolitisch verfehlt".
Guger erwartet, dass auf Grund der 10-Prozent-Deckelung das Budget ab 2007 wieder stärker mit Pensionsausgaben belastet werde. Die Auswirkungen der Pensionsreform 2003 bezifferte Guger mit 0,2 bis 0,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Würde der Aufwertungsfaktor nach dreijähriger Übergangsfrist nicht von 2,0 auf 1,78 Prozent gekürzt und stattdessen die Deckelung eingespart, hätten Kinder betreuende Mütter weniger Pensionsleistung verloren und sie wären gegenüber Teilzeitbeschäftigten gerechter behandelt worden. In der jetzigen Fassung kämen Teilzeitbeschäftigte, "die sich das leisten können", relativ besser weg. Im Zusammenhang mit einer Harmonisierung sprach sich Guger auch dafür aus, diese nicht nur auf unter 35- jährige zu beschränken, sonst würden deren Einbußen zu stark ausfallen.
IHS-Chef Felderer, dessen Institut ein Gutachten zu beitragsorientierten Pensionskonten in Arbeit hat, pflichtete Guger bei. "Wenn alle acht Jahre länger arbeiten würden, hätten wir kein Pensionsproblem", sagte Felderer. Da eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit aber nur für maximal vier bis fünf Jahre realistisch sei, müsse man sich ausrechnen, "wie der Generationentransfer aussieht". Dieser dürfte beträchtlich sein, sagte Felderer.
Arbeiterkammer-Präsident Tumpel hält die Anhebung des Pensionsalters hingegen weiter "für sozial- und arbeitsmarktpolitisch verfehlt". Durch diese Maßnahme müssten viele länger arbeiten oder arbeitslos sein - schon durch die Pensionsreform 2000 brauchten zusätzlich 50.000 Menschen mehr Arbeit, erinnerte Tumpel. (APA/red)
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