NEWS: Wie krank ist der Bundespräsident?
- Der Dauer-Stress schadet Klestils Herz - Krankheit hätte schlimm enden können
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Reform für Amt des Bundespräsidenten?
Thomas Klestil ist wieder auf dem Weg der Besserung. Laut den Ärzten ist es diesesmal gerade noch mal gut gegangen, denn der Dauerstress schadet der Gesundheit und dem Herzen unseres Bundespräsidenten. Die überstandene Herzkrankheit hätte auch schlimmer enden können.
Der russische Präsident wartete am Wochenende vergebens auf seinen Amtskollegen aus Wien: Thomas Klestil litt zu dieser Zeit unter Kurzatmigkeit, Müdigkeit, Schmerzen im linken Arm, in der Schulter und im Brustbereich sowie unter erhöhter Temperatur. Reinhard Mörz, der Chefarzt des Innenministeriums und erfahrener Kardiologe, kam nach Abhören des Patienten und Durchführung eines Echokardiogramms (Schalluntersuchung des Herzens) schnell zur richtigen Diagnose: Perikarditis akute Entzündung des Herzbeutels als Folge einer nicht ganz ausgeheilten Lungenentzündung.
Christian Herold, Chef der Radiologieabteilung des Wiener AKH, bestätigte durch eine Computertomografie die Mörz-Diagnose: Herzbeutelentzündung mit Flüssigkeitserguss in den Herzbeutel. Beide Ärzte stellen Leichtgradigkeit fest, verordnen dem 71-jährigen Patienten Bettruhe und Schonung.
Klestils Krankengeschichte
Mitte Mai fing sich Klestil im Rahmen des sehr anstrengenden Treffens von 17 zentraleuropäischen Staatspräsidenten in Salzburg ein Virus ein, das ihm schon vor Ort zu schaffen machte. Der Präsident, der als Gastgeber das volle Summitprogramm durchstehen musste, wirkte angeschlagen und müde, seine Stimme versagte gelegentlich. Wenige Tage danach während der Pfingstfeiertage wurde er mit starken Brustschmerzen und Fieberschüben ins Privatkrankenhaus Rudolfinerhaus aufgenommen, wo Professor Friedrich Kummer eine leichte Lungenentzündung mit Herzbeteiligung also vorerst eine leichte Entzündung des Perikards (Herzbeutel) feststellte.
Bei Lungenentzündungen kommt es vor, dass Infekte den Herzbeutel attackieren, sich das Gewebe entzündet und es zwischen den Perikardschichten zu massierten Flüssigkeitsansammlungen (Fibrin, rote, weiße Blutkörperchen, Wasser) kommt. Sammelt sich zu viel Flüssigkeit an, wird das Herz dramatisch attackiert. Es kann zur lebensgefährdenden Herzbeuteltamponade kommen einem medizinischen Notfall, bei dem operativ drainiert werden muss.
Glück im Unglück
Klestil hatte Glück im Unglück: Mörz und Herold erkannten seinen Zustand und leiteten vor Erreichung des bedrohenden Zustandes die Therapie (Antibiotika, Entwässerungsmittel, Blutverdünner etc.) ein.
Lesen Sie die ganze Krankengeschichte des Bundespräsidenten im neuen NEWS!
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