Donnerstag, 26. Juni 2003

Haubner erwartet keine Einwände Haupts bei Wechsel

  • FP-Obmanndebatte für Prinzhorn nur "Spekulationen"
  • Bleckmann will "freiheitliche positive" Politik machen statt Obmann-Diskussion

Bruder Jörg Haider als neuer, alter Chef? Sozialstaatssekretärin Haubner glaubt nicht, dass Herbert Haupt Einwände gegen einen Wechsel an der Parteispitze hätte. Wann es zu diesem Wechsel kommen könnte, ließ sie allerdings offen. Auch in den restlichen FP-Landesgruppen wird der uf nach Haider immer lauter.

Das Gespräch führte Haiders Schwester mit den "Oberösterreichischen Nachrichten". Burgenlands Landesobmann Salzl sprach sich indes im ORF-Radio für einen Wechsel aus, die freiheitliche EU-Delegationsleiterin Raschhofer lehnt dies im "Kurier" ab.

Haubner meinte zur Frage, ob der Wechsel an Haupts Nein scheitern könnte, wörtlich: "Ich glaube nicht, dass Herbert Haupt Einwände hat. Und wenn Jörg Haider immer wieder gefragt wird, ist es klar, dass er natürlich als ein erfolgreicher Parteiobmann der letzten 15, 18 Jahre, hier sich nicht verschließt." Beide hätten längst vereinbart, mögliche Änderungen der Öffentlichkeit gemeinsam bekannt zu geben. Es herrsche Harmonie.

"FP-Sonderparteitag noch heuer möglich"
Wie lange Haupt noch der FPÖ vorsteht, wollte die Schwester Jörg Haiders nicht beantworten. "Nächstes Jahr ist ein regulärer Bundesparteitag. Wenn Herbert Haupt sagt, er ist bis 2004 Bundesparteiobmann, dann wird er sich 2004 entscheiden, ob er es ist oder ob er aufhört." Die Möglichkeit, dass noch heuer ein Sonderparteitag stattfindet, auf welchem Haider zum FP-Chef gewählt wird, will Haubner dennoch nicht ausschließen.

FP-Obmanndebatte für Prinzhorn nur "Spekulationen"
Die Diskussionen um einen Wechsel an der Parteispitze der Freiheitlichen sind für den Dritten Nationalratspräsidenten, Thomas Prinzhorn, "nur Spekulationen". "Das mag für die Medien lustig sein", so Prinzhorn am Donnerstag im Ö1-"Mittagsjournal", für die Partei jedoch "kontraproduktiv". Generalsekretärin Bleckmann sprach sich daher auch für einen "Schluss der Debatte" aus.

Bleckmann will "freiheitliche positive" Politik machen statt Obmann-Diskussion
"Damit wir für die Freiheitlichen positive Politik machen können, und das abseits einer Obmanndiskussion", so Bleckmann. Sie bekräftigte, dass vereinbart worden sei, Herbert Haupt und Jörg Haider sollten die Frage der Parteiführung gemeinsam entscheiden. Dies werde aber sicherlich "nicht an diesem Wochenende" geschehen. Auch Prinzhorn meinte, der Bundesparteivorstand am kommenden Samstag in Deutschlandsberg sei eine "Routinesitzung". Auch die Frage einer "Teamlösung" an der Parteispitze - zuletzt von Haider selbst ins Gespräch gebracht - steht für Prinzhorn "nicht zur Diskussion". (apa)

26.6.2003 11:05