Französischer Prüfling schickt 5 Doubles zur Matura
- Letzter Doppelgänger erschien noch nach Auffliegen des Plans
- Polizei jagt nun die Trickser
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5 DOUBLES bei der Maturaprüfung!
Ein rekordverdächtiger Schummelversuch ist an einer nordfranzösischen Schule aufgeflogen: Ein Maturant schickte bei fünf verschiedenen Examensprüfungen fünf verschiedene Doubles ins Rennen. Der junge Mann, dessen Namen die Behörden nicht nannten, hatte seine Stellvertreter mit falschen Personalausweisen ausgestattet.
Der Trickser war bereits vor zwei Jahren durchgefallen und muss nun damit rechnen, für immer von den Prüfungen ausgeschlossen zu werden.
Autopanne bringt genialen Coup zu Fall
Der Betrug am Gymnasium Jean-Rostand in Chantilly ging in drei Fällen glatt, fiel aber am 18. Juni bei der vierten Prüfung auf - durch einen puren Zufall: Einer der falschen Abiturienten hatte sich verspätet und entschuldigte sich mit einer Autopanne. Daraufhin wurden seine Papiere genauer geprüft als sonst. Die Mitprüflinge sagten schließlich aus, bereits bei den vorangegangenen Examen habe jedes Mal ein anderer die Fragen beantwortet.
Double Nr 5 entkam im Tumult
Einen Höhepunkt erreichte die Affäre dann am Dienstag: Zu einer mündlichen Prüfung erschien ein fünfter falscher Kandidat, der offenbar nichts vom zwischenzeitlichen Auffliegen des Plans wusste. Er entkam im Tumult.
Polizei jagt die Doppelgänger
Die Polizei nahm Ermittlungen auf, um die Identität der falschen Prüflinge zu klären. Die Schulbehörden wollten noch in dieser Woche Strafanzeige wegen versuchten Betruges erstatten. Sie verwiesen darauf, dass das Aufsichtspersonal bei Prüfungen häufig wechsle. Der Fall sei "absolut außergewöhnlich", hieß es im Rektorat von Amiens. Schüler seien üblicherweise viel vorsichtiger, weil sie um die Risiken des Schummelns wüssten.
(apa, red)
