Dienstag, 24. Juni 2003

Unwetter in Österreich: Bäume geknickt, Häuser abgedeckt und Kirchturm brannte

  • Umgestürzte Bäume blockierten zahlreiche Straßen
  • Auch in Nord-OÖ wüteten zahlreiche Gewitter und Stürme

Die Feuerwehr in Niederösterreich hatte in der Nacht auf heute alle Hände voll zu tun: Heftige Stürme sorgten für geknickte Bäume und abgedeckte Häuser. In Althöflein kam es durch Blitzschlag sogar zu einem Brand des Kirchturms. Auch in Oberösterreich wüteten die Unwetter, die Schäden hielten sich jedoch in Grenzen.

Umgestürzte Bäume hatten in der Nacht auf Dienstag u.a. die S 33 an mehreren Stellen - so bei Herzogenburg - verlegt. Weitere Einsätze aus diesem Grund im Bezirk St. Pölten meldete die Feuerwehr für Wasserburg und Pottenbrunn. Im Bezirk Krems waren die Gemeinden Spitz, Joching, Mautern, Dürnstein und Hollenburg betroffen. In Rossatz wurde die B 33 durch entwurzelte Bäume, Steinschlag und einen Murenabgang unpassierbar, teilte die Sicherheitsdirektion mit. Im Bezirk Korneuburg gab es Sturmeinsätze in der Stadt Stockerau, in Tresdorf und Sierndorf, weitere in Gerasdorf bei Wien, in Groß-Enzersdorf, Deutsch-Wagram und Marchegg (Bezirk Gänserndorf) sowie in Mistelbach.

Bäume stürzten auf Fahrbahn
In St. Andrä-Wördern (Bezirk Tulln) waren Bäume auf die B 14 gestürzt, ebenso auf die Verbindung Nitzing - Frauenhofen, weiter in Chorherrn, Tulln, Königsbrunn, Greifenstein und Altenberg. Im Raum Melk waren neben der Bezirksstadt auch Ybbs und Maria Taferl (das Dach der Schule musste gesichert werden) vom Sturm betroffen. Allein in diesem Gebiet standen die Feuerwehren mit 120 Kräften im Einsatz. Bei Neuwinden war die B 1 wegen mehrerer auf die Fahrbahn gestürzter Bäume blockiert. In der Gemeinde Klosterneuburg mussten die Feuerwehr zu 20 durch den Sturm bedingten Hilfeleistungen ausrücken.

Geringe Schäden in Oberösterreich
Die Schäden, die Gewitter am späten Montagabend in Oberösterreich verursachten, "halten sich in Grenzen", so die Feuerwehr. Vor allem im Mühlviertel waren 40 Feuerwehren im Einsatz. Zahlreiche Bäume waren wegen des Sturms auf Straßen, Geleise und Stromleitungen gestürzt.

Besonders betroffen waren die Bezirke Freistadt, Urfahr und Perg. Rund 300 Feuerwehrmänner waren im Einsatz. Die Aufräumungsarbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden, so die Feuerwehr. Verletzt wurde niemand.
(apa/ red)

24.6.2003 09:36