UMTS-Telefonie: "3" lockt mit niedrigeren Preisen
- Mobilfunk-Pakete mit Vertragsbindung und Gratis-Handys
- Kundenziel knapp 100.000 bis Jahresende weiter aufrecht
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Der österreichische UMTS-Netzbetreiber Hutchison ("3") bietet ab 21. Juni drei neue Tarifmodelle an, mit denen die Einstiegshürde für Neukunden deutlich gesenkt wird. Statt bisher mindestens 39 müssen User nur mehr mindestens 19 Euro monatlich überweisen. Clou: Wer bis 23. September eines der nunmehr fünf Angebote wahrnimmt, soll diese Konditionen solange behalten, als er "3"-Kunde bleibt.
Außerdem sind alle Infodienste, die keine Videos enthalten, im Aktionszeitraum kostenlos. "3" will damit bis Sommerende die Menge zahlender Kunden von nunmehr "knapp an die 1.000" auf einen "niedrigen fünfstelligen Wert" erhöhen.
"Unser Kerngeschäft ist Video und wird es auch immer bleiben. Die Zukunft ist Mobile Multi Media", sagte Österreich-Chef Berthold Thoma, der weiterhin eine "hohe fünfstellige Kundenzahl bis zum Jahresende" anstrebt.
Eine "kritische Masse" von 200.000 bis 300.000 Usern will er dann im kommenden Jahr erreichen. Dabei soll das UMTS-Netz aber nicht als Datenpipeline vermarktet, sondern vorrangig für Videotelefonie und Übertragung multimedialer "Information und Unterhaltung" genutzt werden. Entsprechend wurde der Tarif für reine Datenübertragung von 1,5 Euro pro MB nicht gesenkt, was aber für den Herbst nicht ausgeschlossen wird.
"Videotelefonie ist ganz klar die Killerapplikation", glaubt der Manager. Wie sich in den ersten sechs Wochen des kommerziellen Netzbetriebes gezeigt habe, seien die Gesprächszeiten pro Videotelefonat wesentlich länger als bei Sprachtelefonaten.
Als größter ausländischer Investor in Österreich will 3 bis 2005 1,2 Mrd. Euro in Netz und Dienste investiert haben. Damit soll die Marktführerschaft bei "Mobile Multi Media" erreicht werden. Entgegen früherer Angaben gibt es nun doch einen Fahrplan zu schwarzen Zahlen. 2008 sollen bei "3" erstmals Gewinne geschrieben werden. Das eigene Netz deckt neben dem Großraum Wien, Linz, St. Pölten und Eisenstadt inzwischen auch Wels ab.
Im Sommer sollen noch Innsbruck, Klagenfurt und "wahrscheinlich auch das Rheintal" erschlossen werden. Danach steht Villach auf dem Plan. Außerhalb des eigenen Netzes können 3-User auf das 2G-Netz von mobilkom austria zurückgreifen. (pte/red.)
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