Etappensieg für Microsoft im Kartellstreit
- Softwarekonzern zahlt 21 Mio. Dollar für Vergleich
Im jahrelangen Kartellstreit um Microsoft hat der weltgrößte Software-Konzern einen weiteren Etappensieg errungen. Der Justizminister des US-Bundesstaates West Virginia, Darrell McGraw, gab am Montag bekannt, dass er das Berufungsverfahren gegen einen zwischen dem US-Justizministerium und Microsoft erzielten Vergleich in dem Streit nicht weiter betreiben werde.
Nach einem Bericht des Wall Street Journals zahlt der Softwarekonzern 21 Mio. Dollar in Gutscheinen und in bar an den US-Bundesstaat sowie an Computeruser in West Virginia für die Regelung.
Damit ist nunmehr Massachusetts der einzige US-Bundesstaat, der den Vergleich weiterhin nicht akzeptiert. Microsoft-Chefsyndikus Brad Smith wertete die Entscheidung West Virginias als weiteren wichtigen Schritt für den Software-Konzern auf dem Weg zu einer Lösung des Kartellstreits: "Es hat einmal mit 20 Bundesstaaten (,die gegen den Vergleich waren,) angefangen und jetzt sind wir bei einem Staat."
Hintergrund des jahrelangen Kartellstreits ist der Vorwurf, Microsoft missbrauche seine Marktmacht beim PC-Betriebssystem Windows. Ende 2001 hatte sich die US-Regierung mit dem Softwarekonzern auf einen Vergleich geeinigt, wonach das Unternehmen den Computerherstellern größere Freiheiten im Bezug auf Programme ermöglichen muss, die nicht von Microsoft hergestellt werden.
Außerdem darf der Konzern keine Maßnahmen gegen Hersteller ergreifen, die keine Microsoft-Produkte nutzen. Ursprünglich hatte das US-Justizministerium die Zerschlagung des Konzerns in zwei getrennte Firmen gefordert. (APA/Red.)
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