In Südafrika: Das Internet kommt mit dem Autobus
- Entlegene Schulen und Dörfer können online gehen
Mit einem neuartigen Projekt wird in Südafrika versucht auch Bewohnern von entlegenen Gebieten einen Zugang zum World Wide Web zu verschaffen. Drei Autobusse wurden zu fahrenden Internet-Cafes umgebaut. Mehrere Computer (Bild) an Bord und eine Satellitenschüssel am Dach des Fahrzeuges ermöglichen mobilen Internetzugang. Die rollenden Internet-Cafes fahren zu Schulen und Gemeindezentren in besonders entlegenen Gebieten Südafrikas.
Die Einwohner können dann zum ersten Mal in ihrem Leben online gehen. Im Bus sitzen stets auch Tutoren, die den Neo-Usern bei deren ersten IT-Schritten helfen. Dazu gehören die Erstellung eines Lebenslaufes am Computer, die Einrichtung eines E-Mail-Accounts, sowie der Online-Zugriff auf Regierungsinformationen oder Bildungsmaterial.
Der Leiter des staatlichen Department of Communication http://www.doc.gov.za , Andile Ngcaba, fordert nun eine Ausweitung des Pilotprogramms. "Die Reaktionen aus den Gemeinden sind unglaublich", wird Ngcaba von verschiedenen afrikanischen Medien zitiert. Über die bisherigen Kosten macht Ngcaba, der auch Gründer des Centre for the Development of Information Technology Programmes ist, bislang keine Angaben. Sein Ziel ist, jede Region des Landes mit mindestens einem Internet-Bus auszustatten. Zur Zeit ist die Nutzung des "öffentlichen Personeninternetverkehrsmittel" noch gratis, später sollen aber Nutzungsgebühren eingehoben werden. (Ende)
