Die Geschichte der S.
- Von Allah zu Jesus – Sabatinas Story stürmt die Bestsellerlisten
- Das Protokoll ihres bemerkenswerten Lebenswandels

Sie hat mittlerweile einen höheren Bekanntheitsgrad als so manches Mitglied der österreichischen Bundesregierung. Und das, obwohl sich ihre Popularität bis vor wenigen Wochen auf die Linzer Vorstadt beschränkte. Millionen nahmen an ihrem Schicksal Anteil: Die herzzerreißende Leidensgeschichte der Oberösterreicherin Sabatina James, die vom Islam zum Christentum konvertierte und von ihren pakistanischen Angehörigen angeblich mit dem Tod bedroht wurde.
Kameragerecht wandelte die 20-Jährige auf den Spuren Jesu. Zündete in Kirchen Kerzen an, posierte mit gefalteten Händen vor dem Altar oder ließ sich mit der Bibel fotografieren. In Talkshows zitierte sie das Johannes-Evangelium.
Drama oder Show? Seit NEWS in der Vorwoche freilich Sabatinas bewegtes Vorleben enthüllte, ist die gebürtige Linzerin anderweitig in aller Munde. Sabatinas Ex-Ghostwriter, der Waldviertler Journalist Rupert Leutgeb, hatte ihre eben erschienene Bio („Vom Islam zum Christentum – ein Todesurteil“) als heillos übertrieben bewertet: „Die Geschichte ist total geschönt – Sabatina gefiel sich als Nacktmodell und hat keinen einzigen Tag als U-Boot leben müssen. Ihr ,Exil‘ war eine 140-Quadratmeter-Wohnung ihres Verlegers in Wien-Favoriten.“
Als dann auch noch eine mutmaßliche Scheinehe publik wurde, gab ihre Story endgültig Rätsel auf. Die Christin Sabatina, offiziell mit ihrem pakistanischen Cousin verheiratet, soll am 7. August des Vorjahres in Kairo einen ägyptischen Moslem zum Mann genommen haben. Angeblich für Geld, damit dieser eine Aufenthaltsbewilligung in Österreich bekommt. Als ihre Religion soll Sabatina damals pikanterweise „Islam“ angegeben haben.
Faktum ist: Bei der Staatsanwaltschaft Linz ging im vergangenen November eine Anzeige nach Paragraf 192 Strafgesetzbuch ein – „Verdacht der Bigamie“.
Gewaltiges Medienecho. Die Aufregung über das zweite Gesicht des vermeintlichen Islam-Opfers kennt keine Grenzen. „Ist sie die Heuchlerin des Jahres?“, fragte die deutsche „Bild“ empört auf Seite drei. „In Wahrheit ist sie Nacktmodell, und kein Mensch will ihr etwas Böses.“ „Vera“ und ATV luden die Beauty vor. Verleger Josef Kleindienst sieht hinter den Enthüllungen eine Schmutzkampagne: „Die Leidensgeschichte von Sabatina stimmt auf Punkt und Beistrich.“
Seither spaltet die von Allah zu Jesus Gewandelte, die allerdings bis dato nicht getauft wurde und die sich zur kleinen Glaubensgemeinschaft „Freie Christengemeinde“ bekennt, das ganze Land: Ist die Story authentisch oder das Ganze nur die Mär von einer verfolgten „Schwester im Herrn“? Drama oder Show? Was ist Dichtung, was Wahrheit?
Sabatinas Befürworter und Gegner liefern sich auf ihrer Homepage (www.sabatina.at) erbitterte Wortgefechte, Verleger Josef Kleindienst zählt pro Tag Tausende Zugriffe und Hunderte virtuelle Gästebucheintragungen. 5.000 Bücher, behauptet er, seien bereits verkauft worden – allein in Österreich.
Die Akte Sabatina – oder das Psychogramm eines Mädchens, das von daheim auszog, um berühmt zu werden. NEWS hat mit allen handelnden Personen – der schillernden Protagonistin, ihrer Familie, ihren Freunden – gesprochen und ihre Lebensgeschichte rekonstruiert.
Die ganze Story lesen Sie im neuen NEWS
Plus: Verdacht der Bigamie - Der Polizeiakt Sabatina
Plus: Sabatinas beste Freundin zu NEWS: "Sie wollte in den Playboy"
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